Der Ennepe-Ruhr-Kreis

Ruhrtal bei Burg Blankenstein (Hattingen)

Zwischen schwarzem Gold und weißer Pracht

40.828 Hektar Gesamtfläche, 343.719 Menschen in neun Städten und 188.800 mit dem "EN"-Kennzeichen zugelassene Personenkraftwagen, die auf Deutschlands Straßen Autofahrern regelmäßig den Angstschweiß auf die Stirn treiben sollen - dies sind einige nackte Zahlen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, zudem auch die Stadt Wetter (Ruhr) gehört.

 Zahlen, die natürlich längst nicht alles über einen Kreis verraten, der mitten zwischen Bochum, Essen, Wuppertal, Hagen und Dortmund auf der Landkarte zu finden ist und von dem Besucher und Einwohner einiges erwarten dürfen.

Im Wittener Muttental entdeckte der Sage nach ein Schweinehirt mit der ersten Kohle die Grundlage für die Industrialisierung im Ruhrgebiet. In Herdecke erbaute das Koepchen-Werk 1930 das weltweit erste Pumpspeicherwerk. In Wetter verfasste Henriette Davidis 1844 mit dem "Ratgeber für die junge Haushaltsführung" das erste Kochbuch. Heute verfügt die Stadt mit der evangelischen Stiftung Volmarstein über das größte Rehabilitationszentrum für körperbehinderte Menschen in der Bundesrepublik. Die Kluterthöhle in Ennepetal gehört mit ihren sechs Kilometern erforschter Gänge zu den größten Naturhöhlen Deutschlands. Als Asthma-Naturheilstätte ist sie das längste Behandlungszimmer des Landes. Matthilda Franziska Anneke war es, die 1848 in Sprockhövel die erste "Frauen-Zeitung" herausgegeben hat. Der Kölner Erzbischof Engelbert wurde 1225 in Gevelsberg erschlagen. Eine Felsquelle liefert seit 1830 in Schwelm Brauwasser für traditionsreiches und erstklassiges Bier aus der Region. Herdecke, Wetter und Hattingen verfügen über malerische Altstädte. Hattingen bietet zusätzlich den nördlichsten Freiluftskilift des Ruhrgebietes. Schneesicherer ist allerdings der Wengeberg in Breckerfeld. Mit 442 Metern ist er die höchste Erhebung im Kreisgebiet und markiert den Punkt, wo sich Sauerland, Bergisches Land und Ruhrgebiet begegnen. Und durch den Kreis fließt mit der Ruhr der sauberste Industriefluss Europas.

Übrigens - und damit zurück zu den nackten Zahlen und zum Angstschweiß - die aktuelle Unfallstatistik hat das Kennzeichen "EN" in ein völlig neues Licht gerückt. Bei den Verkehrsunfallzahlen 2002 des Landes werden die Autofahrer aus dem Kreis ihrem vermeintlichen Ruf nicht gerecht. In fünf wichtigen Bereichen der Statistik haben sie vier Mal den ersten und einmal den zweiten Platz belegt. Der Ennepe-Ruhr-Kreis gilt damit als der verkehrsmäßig sicherste in ganz NRW. Ganz Mutige interpretieren das Kennzeichen "EN" inzwischen ganz neu und lesen "Europas Naturtalente".

(zur Homepage des Ennepe-Ruhr-Kreises)


 

 
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