Kulturland Ruhrtal

Zeche Zollverein, Essen

Kultur im Ruhrtal - Kunst und Musik, drinnen und draußen

Kunst und Kultur im Ruhrtal  - das ist mehr als die raffinierten Schnitzereien des Gelsenkirchener Barocks, die vereinsmäßig organisierten Feldversuche mit freifliegenden Tauben oder die spontan-philosophischen Diskutierzirkel an Seltersbuden und Trinkhallen.
Zwischen Schwerte und Mülheim bietet das Ruhrtal für Kunstliebhaber und Kulturinteressierte eine Vielzahl ansprechender Museen und Events - und dies nahezu durchgängig familienfreundlich.
Da sind zum einen die Festivals und Events, die sich vor allem in den Sommermonaten das Ruhrtal entlang schlängeln: Angefangen beim "Welttheater der Straße" oder den Kleinkunstwochen in Schwerte bis hin zu den Konzerten und Aufführungen im Ringlokschuppen auf dem MüGa-Gelände in Mülheim. Freiluft-Konzerte auf den Ruhrwiesen gehören ebenso dazu wie der "in Flammen" stehende Kemnader See in Witten/Bochum.

Ebenso bunt präsentiert sich die Museenlandschaft des Ruhrtals. Zwischen dem "Fossilienweg" im Schlosspark Broich und dem Ruhrtalmuseum in Schwerte, das unter anderem zurückblickt auf die alten Römerzeiten an der Ruhr, gibt es eine Vielzahl von Museen und Ausstellungen zu entdecken. Teilweise präsentieren private Vereine ihre Geschichte der Feuerwehren, der Grubenbahnen oder der Dampflokomotiven. Teilweise offerieren Städte oder Stiftungen einzigartige Ausstellungen zeitgenössischer Kunst oder Grafik von Picasso über Chagall bis Barlach (Museum Alte Post in Mülheim oder Märkisches Museum in Witten).
Wer eher bodenständig oder handfest an Kultur interessiert ist, freut sich auf die Altstadtfeste und Handwerkermärkte entlang der Ruhr.

"Dampf ablassen", gewollt und völlig ungeniert, sogar unter den Augen von Fotografen und Museumspersonal - möglich und durchaus beabsichtigt ist das im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen.   

Auf 46.000 qm präsentiert das größte private Eisenbahnmuseum Deutschlands unter anderem eine 20-m-Drehscheibe mit Wasserturm und Lokständen, eine Handhebeldraisine und das letzte noch erhaltene Exemplar eines Schienen-Straßen-Busses. Kenner wissen natürlich, was sich hinter den Kürzeln "01", "G 8.1" oder "T 12" verbirgt und welche Kindheitsträume hier darauf warten, angefasst, erklommen und ausprobiert zu werden. Für solche, die es erst noch werden wollen, beginnt der Einstieg in die Eisenbahn-Nostalgie bereits beim Zubringer des Museums, dem "Schweineschnäuzchen" von der S-Bahn-Station Dahlhausen hinein ins Museumsgelände.
Richtig in Fahrt kommen Enthusiasten und Genießer bei der Reise des historischen Museumszuges durchs Ruhrtal von Hattingen bis Witten - 18 km "Volldampfvergnügen". 

Stahlkultur - Kunst, Musik und Architektur im Zeichen der Ringe

Lange Zeit wurde im Hause Krupp Stahl gekocht, Eisen geformt, Geschichte gemacht und Kultur geprägt.
Noch heute erinnert "auf Hügel" vieles an die Zeit, als Stadt- und Firmengeschichte eng miteinander verwoben waren und ganze Essener Stadtteile "Krupp-Stadt" genannt wurden. In dem majestätischen Anwesen oberhalb des Baldeneysees präsentiert heute die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung im ehemaligen Gästehaus eine informative Dauerausstellung über die Familien- und Firmenhistorie. Das Hauptgebäude ist Sitz der Kulturstiftung Ruhr und beheimatet internationale Kunstausstellungen und hochdotierte Kammerkonzerte. Darüber hinaus sind hier die Gemäldegalerie der Familie und die wertvolle Gobelinsammlung ausgestellt.

Wassermuseum Aquarius

Wasserkultur- das Aquarius Museum in Mülheim

Das mehrfach preisgekrönte, multimediale Aquarius-Wassermuseum der Rheinisch-Westfälischen-Wasserwerksgesellschaft (RWW) ist Ankerpunkt der "Route der Industriekultur". In dem 50 m hohen, ehemaligen Wasserturm des Thyssenschen Bandeisenwalzwerkes warten auf 14 Ebenen 25 Multimedia-Stationen auf die Besucher. Eine Magnetkarte eröffnet den Einstieg in die spannende Welt des Wassers. Sie ist der Schlüssel zu zahlreichen Computersimulationen über Umwelt- und Gewässerschutz, sowie weiteren Filmen und Spielen rund um das nasse Element.
Der verglaste Rundgang um die Kuppel des Wasserturmes bietet einen einmaligen Panoramablick über Mülheim, Oberhausen und Duisburg bis zum Niederrhein.