Das Bahnhofsquartier

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Das neue Bahnhofsquartier vernetzt mit kurzen Wegen gute Einkaufsmöglichkeiten, hervorragende Erreichbarkeit und durch gastronomische Angebote in Einkaufszentrum und Bahnhof auch weitaus mehr Aufenthaltsqualität. Ein wesentlicher Schritt für ein attraktives Zentrum in der Innenstadt.

Im Bahnhofsquartier zeigt sich die positive Entwicklung Wetters am deutlichsten. Herzstück ist das von der Bahn erworbene, liebevoll sanierte und durch Bücherei und Gastronomie deutlich belebte Bahnhofsgebäude. Direkt am barrierefreien Bahngleis ist es nun freundliches Eingangstor zur Stadt. Magnetwirkung für den Einzelhandel in der Innenstadt erzielt das neue Einkaufszentrum. Die Wohnbebauung ermöglicht vor allem jungen Familien bezahlbares Wohnen und kurze Wege.


  • Das Bahnhofsgebäude

Mit der Einweihung des Bahnhofsgebäudes gab es in 2007 wichtige und für alle Bürger sichtbare Zeichen der Entwicklung des Bahnhofsquartiers. Groß und lichtdurchflutet präsentieren sich die insgesamt 450 qm großen Räume der Stadtbücherei, moderne Materialien ergänzen sich mit der historischen Bebauung des Bahnhofs. Legt man die neuen Regale aneinander, finden die über 20.000 Medien auf knapp einem Kilometer Länge ihren Platz - und dies auf zwei Ebenen. Mit dem Einzug der Gastronomie Ruhrgold wurde der Bahnhof zum Herzstück des Bahnhofsquartiers.

Die Stadtbücherei am Abend beleuchtet. Foto: Kay Obergfell

Rückblende: Im Besitz der Deutschen Bahn AG wurde der 1904 erbaute Bahnhof seit über 25 Jahren nicht mehr als Schalterhalle genutzt. Nachdem eine Spielhalle als letzter Mieter ausgezogen war, stand das Gebäude komplett leer. Die Stadt Wetter hat das Bahnhofsgebäude 2004 von der Deutschen Bahn AG für 52.000 Euro erworben. Zuvor hatte der Stadtrat mit großer Mehrheit beschlossen, das Bahnhofsgebäude unter der Regie der Stadt zu sanieren und wieder nutzbar zu machen.

2005 begann nach einem Bürgerworkshop die aufwändige Sanierung des Gebäudes: Ein neues Schieferdach wurde gedeckt, die maroden Holzfenster durch moderne, graue Aluminiumfenster ersetzt, die Ruhrsandstein-Fassade komplett gereinigt und von Schmierereien befreit. Dabei wurden auch historische Fassadenelemente erneuert, um die ursprüngliche Fassade nahezu orginalgetreu wieder herstellen zu können. In 2006 startete der bedarfsgerechte Innenausbau des 800 qm großen Gebäudes. An der Sanierung waren über 50 Firmen, Planungsbüros und Verwaltungsstellen beteiligt, darunter acht Handwerksbetriebe aus Wetter.

Die Sanierung des Bahnhofsgebäudes  kostete insgesamt 2 Millionen Euro. Das Projekt wurde vom Land NRW aus dem Stadterneuerungsprogramm mit 578.000 Euro gefördert.

Die Gaststätte Ruhrgold im Bahnhof. Foto: Ruhrgold



  • Der Bahnhofsvorplatz & Der Busbahnhof

    Skizze des neuen Busbahnhofes

Die Umgestaltung des Busbahnhofes und des Bahnhofsvorplatzes geschieht seit Mai 2009 parallel zu den Bauarbeiten des Einkaufszentrums und wird im Herbst 2010 abgeschlossen sein. Ziel ist die gestalterisch ansprechende neue Anordnung der Bushaltestellen sowie eine attraktive Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit entsprechender Möblierung, Beleuchtung und Ausstattung mit einem Informationssystem. Der neue Busbahnhof wird weitestgehend barrierefrei sein - ebenso wie der Bahnsteig, an dem S-Bahnen und Regionalbahn bzw. -express verkehren.

Bahnsteig Wetter (Ruhr), Foto: K. Obergfell


  • Das Einkaufszentrum


Das neue Gebäude soll auf einer Fläche von rund 8.000 qm Platz bieten für rund 20 Einzelhandelsgeschäfte (in unterschiedlichen Größen) mit typischen innerstädtischen Einkaufsangeboten. Sowohl vom Bahnhofsvorplatz als auch von der zentralen Kaiserstraße aus wird es direkte Zugänge ins Gebäude geben.

Im Gebäude werden insgesamt knapp 400 Parkplätze zur Verfügung stehen. Eine sogenannte „Shopping-Mall“ soll attraktives Einkaufen ermöglichen, alle Etagen werden durch Rolltreppen und Aufzüge miteinander verbunden sein. Ankermieter werden unter anderem Kaufland, Deichmann, C&A und Rossmann sein. Das Einkaufszentrum wird Eingänge direkt von der Kaiserstraße haben sowie von der Seite des Bahnhofs.

"Bauherr" und Eigentümer ist die Immobilien Treuhand, Düsseldorf. 
Projektbeispiele der ITG:

Bocholt

Worms

Heidenheim

Borken
 


  • Die neue untere Kaiserstraße

 

Gestaltungsskizze Kaiserstraße

Bereits jetzt steckt die Stadt in den Planungen für den Umbau der unteren Kaiserstraße. Nach Fertigstellung der Ruhrbrücke soll es möglichst nahtlos weitergehen. Als künftige Gemeindestraße soll sie verkehrsberuhigt werden. Die Gehwege werden breiter und begrünt, Straße und Bürgersteige erhalten ansprechende Pflasterungen. Beste Chancen und Bedingungen für den Einzelhandel – und für die Bürger: Auf der Kaiserstraße bummeln und draußen einen Kaffee trinken? Das wird dann möglich sein. 

 
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