Integriertes Stadtentwicklungskonzept "Untere Kaiserstraße/Königstraße"

Projektskizze Umgestaltung untere Kaiserstraße

Wenn Ende des Jahres 2010 die ersten Autos über die neue Ruhrbrücke rollen, soll der Startschuss für den letzten großen Kraftakt im Zuge der Innenstadtsanierung fallen. Der beinhaltet neben dem Umbau der unteren Kaiserstraße vom Kreuzungsbauwerk (wird Verkehrskreisel) bis zum Kreisverkehr am Einkaufszentrum auch die Instandsetzung und Sanierung von Gebäuden und Hinterhöfen entlang dieser „Achse”. „Integriert” bedeutet hier, dass nach einem ganzheitlichen Ansatz städtebauliche, soziale, ökonomische und ökologische Aspekte die Basis für Pläne und Finanzierung bilden.

 

  • Was ist das Integrierte Stadtentwicklungskonzept "ISEK" ?

Der Begriff des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes bedeutet, dass in einem ganzheitlichen Ansatz die städtebaulichen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Fragen durch ein gebündeltes Handeln angegangen werden sollen. Es stellt den „roten Faden“ der weiteren Stadt(teil)entwicklung mit seinen Handlungsfeldern und Maßnahmen dar.

Der überarbeitete Entwurf des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) „Untere Kaiserstraße/ Königstraße und angrenzende Bereiche“ umfasst dabei zunächst die Analyse der gesamtstädtischen Entwicklung und zeigt allgemeine Entwicklungstrends für die Stadt auf.

In einem zweiten Schritt wurde für das abgegrenzte Programmgebiet eine Bestandsanalyse erarbeitet, in der die vorliegenden Verhältnisse unter Bezugnahme bereits vorliegender Untersuchungen, Studien, Planungen, Konzepte usw. betrachtet und bewertet wurden. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurde in einem weiteren Schritt ein Stärken-Schwächen-Profil (SWOT-Analyse) abgeleitet.

Die geographischen Faktoren wie Lage, Siedlungs-, Bevölkerungs- und Wohnstruktur sowie die Beschreibung der Wirtschaft und des Einzelhandels flossen in die Bestandsanalyse mit ein. Die für die Stadtentwicklung ebenfalls wichtigen weichen Standortfaktoren (Gewerbe, Kultur, Freizeit, Tourismus, Stadtökologie, Gesundheit, Soziales, Image) wurden ferner mit in die Analyse einbezogen. Aus den Ergebnissen der SWOT-Analyse wurden Entwicklungsziele formuliert und zu einem Leitbild zusammengefasst, das die inhaltliche Grundlage des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes darstellt.
Die konzeptionelle Arbeit beinhaltet zudem die Formulierung von Maßnahmen, Umsetzungsprioritäten, Handlungsstrategien und einen Zeit- und Kostenplan für die Umsetzung des Entwicklungskonzeptes.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ist auch wichtiger Bestandteil des im August 2010 seitens der Stadt an das Land bzw. die Bezirksregierung Arnsberg gestellten Förderantrages für die Städtebauförderung des Programms „Aktives Stadtzentrum“.

Die untere Kaiserstraße im März 2010. Dichter Verkehr und schmale Gehwege bereiten kein Einkaufsvergnügen. (Foto: K. Obergfell)


  • Stand der Maßnahme Aktives Stadtzentrum „Untere Kaiserstraße/Königstraße und angrenzende Bereiche“

Die Stadt Wetter (Ruhr) hat aktuell einen Förderantrag für das Programm  „Aktives Stadtzentrum“ für 2011 bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt.
Im weiteren wurde ein erster Vorentwurf zur Umgestaltung der unteren Kaiserstraße durch das Ing.-Büro Stapelmann & Bramey erarbeitet.
Dieser Entwurf wurde erstmals in der Lenkungsgruppe sowie in den Fachausschüssen im September 2010 präsentiert und stellt einen ersten Diskussionsentwurf dar. Über den aktuelklen stand des Verfahrens wurde in einer Bürger-Infoveranstaltung im März 2011 berichtet. Interessierte hatten dort die Möglichkeit, Anregungen mit auf den Weg zu geben.


  • Was macht die Lenkungsgruppe ?

Zur Begleitung des weiteren Erarbeitungs- und Beteiligungsprozesses zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept als auch der gesamten Maßnahme „Aktives Stadtzentrum Alt-Wetter“ wurde seitens der Verwaltung vorgeschlagen, eine Lenkungsgruppe zu bilden. Aufgabe der Lenkungsgruppe soll die fachliche Begleitung sowie Steuerung des Stadtentwicklungsvorhabens sein. In regelmäßigen Sitzungen sollen Inhalte koordiniert sowie nächste Projektschritte abgestimmt werden. Im weiteren soll sie als Schnittstelle und Filter zwischen den Akteuren im Arbeitsprozess fungieren.
Die Lenkungsgruppe soll sich aus einer handlungsfähigen Anzahl von Entscheidungsträgern von am Entwicklungsprozess beteiligten Gruppen, wie Politik, Verwaltung, Planer, Sanierungsträger, Wirtschaftsförderung, Vertreter der Händlerschaft, SIHK, Vertreter der Eigentümer und weitere zusammen setzen. Die Lenkungsgruppe hat  im September 2010 ihre Arbeit aufgenommen.