Das Henriette-Davidis-Museum will Frauen und ihr Wirken in der Geschichte sichtbar machen, stellt eine Frauenkarriere im 19. Jahrhundert vor, zeichnet das Lebensbild der Henriette Davidis nach: Den ungewöhnlichen Lebensweg einer unverheirateten Frau aus einem verträumten Dorf an der mittleren Ruhr und ihren Aufstieg zu Deutschlands erfolgreichster Verfasserin hauswirtschaftlicher Literatur.

Vom Museum aus lohnt ein Spaziergang zum Henriette-Davidis-Weg. Dort ist die Herdplatte der Köchin in einem Eisenbahn-Stützpfeiler eingelassen.

Henriette Davidis

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Wengerns "große" Tochter: Henriette Davidis (1801-1876), Pfarrerstochter aus Wengern an der Ruhr (heute Wetter), gilt als berühmteste Köchin und Kochbuchautorin Deutschlands. Sie hat die deutsche Kochkultur entscheidend geprägt, ist Schöpferin der "deutschen Küche". Dabei sammelte sie Rezepte aus Deutschland und dem Ausland, probierte sie aus und wandelte sie nach eigenem Urteil ab. Als 1845 ihr "Praktisches Kochbuch" erschien, war erstmals eine "deutsche Küche" in der Welt.

Geboren wurde sie als 10. von 13 Kindern des Pfarrers Ernst Heinrich Davidis. Nach ihrer Ausbildung zur Pädagogin leitete sie später von 1841 bis 1848 eine Mädchenarbeittschule in Sprockhövel. Danach lebte sie als Erzieherin und Gouvernante in Bremen und veröffentlichte Bücher zur Hauswirtschaftslehre sowie erzieherische Schriften für Mädchen und Frauen. 1857 zog sie nach Dortmung, am 3. April 1876 starb sie, ihr Grab befindet sich auf dem Ostfriedhof Dortmund.

Kontakt
Walter Methler
Tel. 02335 61116
E-Mail: info@henriette-davidis-museum.de