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19. November 2016: Erste Stadtteilkonferenz in Wengern

Erste Stadtteilkonferenz in Wengern

Zukunft ist für alle da: Rund 50 Bürgerinnen und Bürger waren am Samstag, 19. November 2016, der Einladung der Stadt Wetter und der Lenkungsgruppe Demografie gefolgt, auf der Stadtteilkonferenz in der Elbschehalle über zukunftskräftige Ideen für Wengern und Esborn zu diskutieren.

Unter dem Motto „Gemeinsam für Wetter“ ging es in verschiedenen Arbeitsgruppen darum, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die Wengern und Esborn weiter nach vorne bringen und noch lebenswerter machen. „Dabei sollte es idealerweise um Maßnahmen gehen, die schnell bis mittelfristig umsetzbar sind und bei deren Umsetzung sich auch die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar beteiligen können“, so Bürgermeister Frank Hasenberg in seiner Begrüßung.

Moderator Andreas Wiese brachte das Thema „Demografie“ zunächst mit einigen Zahlen auf den Punkt: „Der Altersdurchschnitt im EN-Kreis ist in den vergangenen Jahren um sechseinhalb Jahre gestiegen und liegt nun bei 45,9 Jahren.“ Marietta Elsche und Karen Haltaufderheide von der Lenkungsgruppe Demografie informierten die Teilnehmer der Konferenz darüber, was „in Sachen Demografie“ in den letzten Jahren in Wetter passiert ist. Ein Beispiel ist der Boule-Platz für alle Generationen am Vereinsheim der TGH Wetter am Harkortberg.

Dann kam die Zukunft an die Reihe: In den vier Arbeitsgruppen „Wirtschaft und Arbeitsmarkt“, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr“, „Senioren und Pflege“ sowie „Kinder, Jugend und Familie“ brachten die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen ein und diskutierten angeregt über zukünftige Aktionen und Projekte in ihrem Ortsteil. Am Ende dieser Gruppenarbeit hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die vorgebrachten Ideen mit Klebepunkten zu bewerten.

Schnell wurde klar, dass es einige Themen gab, die in allen Gruppen stark „bepunktet“ und damit stark nachgefragt wurden. So wünschen sich die Menschen vor allem einen Nachbarschaftstreff und ein Stadtteilcafé. Einzelne Geschäfte wie ein Metzger, Bäcker und Gemüseladen unter einem Dach, Erlebnis-Familienwanderwege, gastronomische Angebote in den Vormittags- und Mittagsstunden, eine Art Börse für kleine Handwerksdienste, eine Sanierung des Roten Platzes, Freifunk, touristische Verbesserungen oder eine Kneippanlage an der Elbsche waren weitere Wünsche in den Arbeitsgruppen.

Für einzelne Punkte haben sich am Samstag bereits Bürger gefunden, die gemeinsam an der Realisierung dieser Ideen arbeiten möchten, so haben sich etwa für den Roten Platz schon Bürger als Paten gemeldet. Die in den vier Gruppen erarbeiteten Vorschläge werden nun von der Lenkungsgruppe Demografie ausgewertet und entsprechend an die Vertreter der Politik weitergegeben. Weitere Veranstaltungen in den Stadtteilen werden folgen. Noch stehen keine konkreten Termine fest, es ist aber an einen halbjährlichen Rhythmus gedacht. Um speziell die Wünsche von Kinder und Jugendlichen für die Zukunft ihrer Stadtteile zu erfragen, ist eine Zusammenarbeit mit dem Jugendarbeitskreis geplant, wo die Themen der Stadtteilkonferenz dann jugendgerecht besprochen werden können.

Dokumentation der Veranstaltung

Ein Bouleplatz ist auf dem Harkortberg entstanden

Entstanden ist die Idee, Boule-Bahnen in Wetter einzurichten, in der Lenkungsgruppe Demografie der Stadt Wetter (Ruhr), die sich aus Mitgliedern der Verwaltung und der Politik zusammensetzt. Seit nunmehr sechs Jahren werden Ideen entwickelt, Wetter auch in Zukunft weiterhin lebenswert für alle Generationen zu gestalten. Der Bouleplatz ist eines dieser Projekte. Auch die TGH Wetter plant schon seit mehreren Jahren, eine Bahn zu bauen.

Nach den Osterferien begannen Vertreter der Stadt, der TGH Wetter und der Lenkungsgruppe gemeinsam mit Flüchtlingen aus Bangladesch, Pakistan, Algerien und Nigeria mit den ersten Spatenstichen. Zur offiziellen Eröffnung am 8. Mai 2016 gab es ein Boule-Turnier.

Übrigens: Das Boulespielen ist kostenlos. Wer keine eigenen Kugeln besitzt, kann sich diese im TGH Vereinsheim gegen ein Pfand ausleihen.

Hier sehen Sie eine kleine Fotostrecke:

Demografie in Wetter (Ruhr)

Das Thema Demografie ist eine große gesellschaftliche Herausforderung. Auch die Menschen in Wetter (Ruhr) werden älter, weniger und bunter. Der demografische Wandel lässt sich nicht aufhalten. Er hat zur Folge, dass sich Strukturen ändern und neue Wege eingeschlagen werden müssen, um eine Stadt weiterhin lebens- und liebenswert zu halten.

Demografiebericht

Mit der Erstellung des Demografieberichtes für Wetter (Ruhr) im Jahr 2009 wurden bereits erste Schritte getan. Aus dem Bericht gehen Empfehlungen für Verwaltung und Politik hervor.

Lenkungsgruppe

Nach Vorstellung des Berichtes wurde im Anschluss eine Lenkungsgruppe gegründet, um die Empfehlungen weiter auszugestalten und den Gegebenheiten anzupassen. Die Gruppe setzt sich aus Mitgliedern der Verwaltung, Beiräten und Politik zusammen und arbeitet auf Basis des Demografieberichtes.

Dieser weist folgende Handlungsfelder auf

  • Wirtschaft & Arbeitsmarkt
  • Senioren & Pflege
  • Stadtentwicklung, Umwelt & Verkehr und
  • Kinder, Jugend & Familie.

Die Lenkungsgruppe hat analog zum Bericht Thesenpapiere entwickelt, die als Grundlage für den weiteren politischen Prozess dienen.

Bürgerbeteiligung
Für den Bereich des demografischen Wandels ist die Bürgerbeteiligung von großer Bedeutung. Durch die aktive Einbindung in den Prozess wird langfristig mehr Zufriedenheit und vor allem die Identifikation mit der eigenen Stadt erreicht. Im März 2012 wurde ein Bürgerworkshop mit der Fragestellung "Fit für 2025- Welche Zukunft wollen WIR für Wetter (Ruhr)?" veranstaltet. Nach den vier Handlungsfeldern aufgeteilt, konnten Bürgerinnen und Bürger ihre eigenen Ideen und Anregungen aufschreiben und sich mit anderen austauschen. Mitglieder aus der Lenkungsgruppe haben die jeweiligen Workshops geleitet. Auch hier diente der Demografiebericht als Arbeitsgrundlage. Mit den von Experten errechneten Daten wurden Zukunftsszenarien für Wetter (Ruhr) entwickelt. Dabei lag zum einen der Fokus auf der Frage, wie unsere Stadt trotz gesellschaftlicher Veränderungen attraktiv bleibt und zum anderen, wie diese Vorstellungen erreicht werden können.

Entwickelte Maßnahmen

Aus den Inhalten des Workshops und den Ergebnissen der Lenkungsgruppe wurde eine Priorisierungsliste erstellt, die von der Politik beschlossen wurde.

Kontakt
Marietta Elsche
Tel. 02335 840432
E-Mail: marietta.elsche(at)stadt-wetter.de