Anliegen A-Z

Bestattungskosten aus Mitteln der Sozialhilfe

Soweit den zur Bestattung Verpflichteten aus persönlichen oder wirtschaftlichen Gründen nicht zugemutet werden kann, die Kosten selbst zu tragen, können die erforderlichen Bestattungskosten ganz oder teilweise vom Sozialamt übernommen werden.

Zu den Verpflichteten gehören z. B. vertraglich Verpflichtete, Erben, Unterhaltspflichtige. Wer als "Nichtverpflichteter" (z. B. als ehemaliger Betreuer oder als jemand, der sich aus sittlichen Gründen verpflichtet fühlt) eine Bestattung in Auftrag gibt, kann gegenüber dem Sozialamt keine Kostenerstattung durchsetzen.

Bei den "erforderlichen" Kosten handelt es sich um den Aufwand für eine würdige, den ortsüblichen Verhältnissen entsprechende einfache Bestattung einschließlich der öffentlich-rechtlichen Gebühren. Der Ennepe-Ruhr-Kreis als zuständiger Sozialhilfeträger hat für seinen Bereich Richtwerte für verschiedene Einzelpositionen festgelegt. Da aber trotz solcher Vorgaben individuell zu prüfen ist, welche Kosten in welcher Höhe nach den besonderen Umständen des Einzelfalles als erforderlich anerkannt werden können, empfiehlt es sich, sich vorab beim hiesigen Sozialamt oder bei den örtlichen Bestattungsunternehmen über die jeweils aktuellen Beträge zu informieren.

Der Anspruch auf Kostenübernahme bzw. Erstattung der Bestattungskosten kann vor und nach der Bestattung geltend gemacht werden.

Die Zumutbarkeit der Kostentragung beurteilt sich insbesondere nach dem Einkommen und Vermögen der um Hilfe nachsuchenden Person und seiner Familienmitglieder. Allerdings sind Bestattungskosten zunächst vorrangig aus dem Nachlass und/oder aus finanziellen Mitteln zu bestreiten, die von Dritten aus Anlass des Todes gezahlt werden (z. B. Versicherungsleistungen).

Zu beachten ist, dass bei Vorliegen aller Anspruchsvoraussetzungen immer nur der Verpflichtete selbst leistungsberechtigt ist. Es ist generell ausgeschlossen, dem Bestattungsunternehmen seitens des hiesigen Sozialamtes vor der Bestattung eine Kostenzusage zu erteilten, da der Bestatter keinen unmittelbaren Leistungsanspruch gegen den Sozialhilfeträger hat. Auf ausdrücklichem Wunsch des Antragstellers ist es allerdings im Einzelfall möglich, die Leistungen direkt an den Bestatter zu überweisen.

Hat der/die Verstorbene bis zu seinem/ihrem Tode selbst Leistungen vom hiesigen Sozialamt erhalten, dann ist das hiesige Sozialamt örtlich zuständig. Andernfalls ist der Träger der Sozialhilfe zuständig, in dessen Bereich der Sterbeort liegt.

Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die zuständige Sachbearbeiterin. Um Wartezeiten zu vermeiden, können Sie gerne vorab telefonisch einen Gesprächstermin vereinbaren.

keine

Von dem/der Verstorbenen:

• Sterbeurkunde
• Nachweise über Einkünfte der letzten 3 Monate
• Aufstellung und Nachweise über die Höhe des Nachlasses, insbesondere Sparbücher, Girokontoauszüge der letzten 3 Monate, Lebens-, Sterbe-, Unfallversicherungen, Sterbegelder, Bestattungskostenverträge, sonstige Vermögenswerte (z.B. Kfz, Wertpapiere), Haus- und Grundbesitz (Grundbuchauszug), Verkaufseinnahmen aus Wohnungsauflösung, Belege über Aufwendungen, die noch aus dem Nachlass zu begleichen sind (z. B. Stromkostenrechnung)

 Vom Antragsteller/von der Antragstellerin:

• Personalausweis / Pass mit deutschem AufenthaltstitelKopie des Erbscheins oder Testaments
• Nachweise aller zum Haushalt zählenden Personen
• Girokontokontoauszüge der letzten 3 Monate
• Nachweise über vorhandenes Vermögen (Sparbücher, Lebensversicherungen, Bausparverträge, Wertpapiere, Haus- und Grundbesitz,
• Nachweise über sämtliche Belastungen (z. B. Mietnachweis bzw. Belege über Kosten bei Wohnungseigentum, Beitragsrechnungen zu öffentlichen oder privaten Versicherungen, Kreditverträge)
• Bestattungsauftrag, Rechnung über die Höhe der Bestattungskosten
• Information (Name, Anschrift) zu weiteren Angehörigen des/der Verstorbenen

 Abhängig vom Einzelfall können weitere Unterlagen erforderlich werden!

Neuntes Kapitel Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII)

Ihre Ansprechperson

Frau Gabriele Schmitz

gabriele.schmitz(at)
stadt-wetter.de
02335 840334 Adresse | Öffnungszeiten | Details