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Denkmalpflege

Gemäß Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSchG NRW) sind Denkmäler Sachen bzw. Mehrheiten oder Teile von Sachen, an deren Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse besteht, z.B. weil an ihnen Geschichte besonders gut ablesbar ist. Im DSchG NRW ist geregelt, dass nicht nur Kunstwerke von hohem Rang und überregionaler Bedeutung zu schützen sind, sondern auch Objekte, die regionale oder lokale Bedeutung haben.

Die Denkmalpflege setzt sich für den Erhalt und die Pflege von Denkmälern als historische Zeugnisse ein. Es wird dabei zwischen Baudenkmälern (z.B. bauliche Anlagen, Garten-, Friedhofs-, Parkanlagen), Bodendenkmälern (z.B. Fundamente, Mauerreste, Bodenverfärbungen) und beweglichen Denkmälern (z.B. Grenzsteine, Grabplatten, historische Fahrzeuge) unterschieden.

In Nordrhein-Westfalen sind die Kommunen „Untere Denkmalbehörden“. Sie kümmern sich selbst um die Denkmäler im Stadtgebiet. Ist der Denkmalwert eines Objektes nach den Kriterien des Denkmalschutzgesetzes festgestellt, ist es in die Denkmalliste einzutragen. Die "Eintragung" oder "Unterschutzstellung" ist ein Rechtsakt, geregelt in einem Unterschutzstellungsverfahren. Die Initiative, ein Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen, kann von dem Eigentümer, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe oder der Kommune ausgehen.

Mit der Eintragung wird aus einem historischen Objekt ein Denkmal das dann den Regelungen des Denkmalschutzgesetzes unterliegt. Die Denkmalliste ist kein abgeschlossenes Verzeichnis, sie kann ergänzt oder reduziert werden. Die Stadt Wetter (Ruhr) als Untere Denkmalbehörde führt die Denkmalliste.

Derzeit sind in der Denkmalliste der Stadt Wetter (Ruhr) 171 Baudenkmäler, 3 Bodendenkmäler und 2 bewegliche Denkmäler eingetragen.

 

Denkmalrechtliche Erlaubnis

Für alle baulichen oder gestalterischen Veränderungen oder Instandsetzungsmaßnahmen (z.B. ein Fassadenanstrich, eine Erneuerung der Fenster, der Dacheindeckung oder des Treppenhauses) an Baudenkmälern muss der Eigentümer vor Beginn der Maßnahme eine denkmalrechtliche Erlaubnis gemäß § 9 Denkmalschutzgesetz bei der Unteren Denkmalbehörde beantragen.

In Abstimmung mit dem „LWL - Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen“ als Fachbehörde prüft die Untere Denkmalbehörde die geplanten Vorhaben und berät die Eigentümer bzw. steht für Rückfragen zur Verfügung.

Finanzielle Förderung

Denkmäler sind als kulturelles Erbe von unersetzbarem Wert für heutige und zukünftige Generationen zu erhalten. Denkmaleigentümer sind jedoch vielfach nicht in der Lage, dieses Erbe alleine zu finanzieren. Für Baumaßnahmen, die zum Erhalt bzw. zur sinnvollen Nutzung eines Baudenkmals erforderlich sind, bestehen finanzielle Fördermöglichkeiten in Form von Steuervergünstigungen, Zuschüssen und speziellen zinsgünstigen Darlehen. Für Rückfragen steht Ihnen die Untere Denkmalbehörde zur Verfügung.

Die Informationsbroschüre „Steuertipps für Denkmaleigentümer“ des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen finden Sie hier

 

 

Alle Entscheidungen werden auf der Rechtsgrundlage des "Gesetzes zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz - DSchG)"getroffen. Dadurch erfahren Betroffene Rechtschutz und sind vor Willkürhandlungen geschützt.

Ihre Ansprechperson

Herr Magnus Terbahl

magnus.terbahl(at)
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