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Eingliederungshilfe für behinderte Menschen

Menschen, die länger als 6 Monate -also nicht nur vorübergehend- körperlich, geistig oder seelisch wesentlich behindert oder davon bedroht sind, können Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII) erhalten.

Zu den Leistungen der Eingliederungshilfe zählen unter anderem:

  • Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung
  • Leistungen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben
  • Versorgung mit Hilfsmitteln
  • Heilpädagogische Frühförderung von Kindern
  • Bauliche Anpassungsmaßnahmen in der Wohnung
  • Hilfen zum selbstbestimmten Leben in betreuten Wohnmöglichkeiten

Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es, eine drohende Behinderung zu verhüten oder eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern. Die Leistungen werden mit dem Ziel gewährt, den behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern und ihn zu einem weitgehend selbständigen Leben zu befähigen.

Die Eingliederungshilfe nach dem SGB XII ist eine nachrangige Leistung, d. h., sie wird unter anderem nur dann gewährt, wenn keine Ansprüche gegenüber vorrangig verpflichteten Leistungsträgern (z. B. Krankenkasse, Rentenversicherungsträger, Arbeitsagentur, Unfallversicherungsträger) bestehen.

Weitere Voraussetzung ist, dass die Aufbringung der benötigten Mittel aus dem Einkommen und Vermögen nicht zugemutet werden kann. Manche Leistungen können jedoch auch unabhängig von den Einkommens- und Vermögensverhältnissen gewährt werden.

Die Eingliederungshilfe wird nur auf Antrag gewährt. Sie setzt erst dann ein, wenn dem Sozialhilfeträger alle Voraussetzungen bekannt sind. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich rechtzeitig mit dem zuständigen Sozialamt in Verbindung setzen.

Die Leistungen der Eingliederungshilfe werden sowohl vom

  • Sozialamt Wetter (Ruhr)
  • Kreissozialamt Schwelm, als auch vom
  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster, erbracht.

Welcher Träger für die Leistungsgewährung zuständig ist und ob die erwünschte Leistung einkommens- und vermögensabhängig ist, wird im Einzelfall geprüft.

Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die zuständige Sachbearbeiterin.

Um Wartezeiten zu vermeiden, können Sie gerne vorab telefonisch einen Gesprächstermin vereinbaren.

Der Umfang der benötigten Unterlagen richtet sich nach dem jeweiligen Sachverhalt.

  • Sechstes Kapitel Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII)
  • Verordnung nach § 60 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (Eingliederungshilfe-Verordnung)

Ihre Ansprechperson

Frau Gabriele Schmitz

gabriele.schmitz(at)
stadt-wetter.de
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