Anliegen A-Z

Hilfe zur Pflege außerhalb von Einrichtungen (ambulant)

Die ambulante Hilfe zur Pflege soll dazu beitragen, dass pflegebedürftige Menschen noch möglichst lange in der eigenen Wohnung bleiben können.

Sie richtet sich an Menschen, die wegen Krankheit oder Behinderung bei alltäglichen Verrichtungen, wie z. B. der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und der hauswirtschaftlichen Versorgung, Hilfe durch Dritte benötigen.

Vorrangig besteht ein Anspruch auf Pflegeleistungen durch die gesetzliche Pflegeversicherung, die allerdings nur eine Grundabsicherung erbringt. Wenn Pflegebedürftige ihre Pflege mit den von der Pflegekasse gewährten Leistungen nicht in vollem Umfang finanzieren können, tritt die Sozialhilfe bei Bedürftigkeit mit ergänzenden Leistungen ein. Die Feststellung der Pflegebedürftigkeit und die Zuordnung zu einer Pflegestufe erfolgt durch ein Gutachten des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung). Der Antrag auf Pflegeleistungen ist daher zuerst bei der Pflegekasse zu stellen!

Wer nicht pflegeversichert ist, kann den Antrag unmittelbar beim Sozialamt stellen. Der Umfang des Pflegebedarfs wird in diesen Fällen durch eine amtsärztliche Untersuchung festgestellt.

Das Sozialamt gewährt Hilfe zur Pflege auch für Menschen,

  • die die Wartezeit in der gesetzlichen Pflegeversicherung noch nicht erfüllt haben oder
  • die nicht oder nicht dauerhaft pflegebedürftig sind oder
  • deren Pflegebedarf unterhalb der Pflegestufe I liegt.

 

Leistungen der ambulanten Hilfe zur Pflege sind insbesondere

  • Pflegegeld oder Pflegebeihilfe
  • Pflegesachleistungen (Übernahme angemessener Kosten für einen Pflegedienst)
  • Pflegehilfsmittel (z. B. Hausnotruf)

Sie wird gewährt, soweit es dem/der Pflegebedürftigen nicht zugemutet werden kann, die erforderliche Hilfe aus Einkommen und Vermögen selbst zu finanzieren.

Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die unten genannte Sachbearbeiterin. Um Wartezeiten zu vermeiden, können Sie gerne vorab telefonisch einen Gesprächstermin vereinbaren.

keine

  • Vollmacht, falls Antrag nicht von Ihnen selbst gestellt wird
  • Personalausweis / Pass mit deutschem Aufenthaltstitel
  • Familienstammbuch,
  • Schwerbehindertenausweis oder Feststellungsbescheid über den Grad der Behinderung
  • Nachweise über Einkünfte aller zum Haushalt zählender Personen (z. B. Rentenmitteilungen, Gehaltsabrechnungen der letzten 12 Monate, Einkommen aus Verträgen, Zinsbescheinigungen, Wohngeldbescheid)
  • Nachweise über die Höhe der Miete und der Heizkosten oder Belastungen durch Hauseigentum
  • Sämtliche Sparbücher (Sofern aus den Sparbüchern höhere Geldabhebungen ersichtlich sind, werden Nachweise über die Verwendung der Gelder erforderlich)
  • Nachweise über sonstige Vermögenswerte (z. B. bebautes oder unbebautes Grundvermögen, Wertpapiere, Festgeldkonto, Bau- oder sonstiger Sparvertrag, Kraftfahrzeug, Wohn- oder Nießbrauchrecht, Lebens-/Sterbeversicherung und deren Rückkaufswert)
  • Falls in den letzten 10 Jahren Vermögen verschenkt oder übereignet worden ist: Notarielle Schenkungs- bzw. Übertragungsverträge
  • Unterlagen über evtl. absetzbare Ausgaben (Policen und letzte Beitragsrechnung sämtlicher Versicherungen, Gewerkschaftsbeiträge, Fahrtkosten zur Arbeitsstätte, Nachweise über besondere finanzielle Belastungen)
  • Girokontoauszüge der letzten 6 Monate
  • Einkommensteuerbescheid
  • Nachweise über sonstige Einkünfte, Vermögenswerte, Belastungen
  • Name, Geburtsdatum und Anschrift Unterhaltspflichtiger (Ehegatte, Eltern, Kinder)
  • bei geschiedenen Eheleuten: Scheidungsurteil und Unterhaltsregelung
  • Bescheid der Pflegekasse und Gutachten des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung)

Abhängig vom Einzelfall können weitere Unterlagen erforderlich werden!

Siebtes Kapitel Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII)

Ihre Ansprechperson

Frau Gabriele Schmitz

gabriele.schmitz(at)
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