Vorstellung der Neubau-Varianten bei Bürgerinformationsabend

Das Interesse war groß beim Infoabend zum Neubau der Feuerwache Wengern, zu dem die Stadt Wetter (Ruhr) am Mittwochabend in die Elbschehalle eingeladen hatte.

Großes Interesse bei der Infoveranstaltung in der Elbschehalle

Bürgermeister Frank Hasenberg begrüßte die zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürger und stellte kurz vor, worum es an diesem Abend gehen sollte: „Wir haben uns intensiv mit verschiedenen Standorten auseinander gesetzt. Am Ende sind letztlich nur zwei Varianten übrig geblieben – ein Neubau am bisherigen Standort im Dorf oder ein Neubau auf dem Heringshäuser Feld.“ Hasenberg machte klar, dass noch keine Entscheidung gefallen sei: „Das einzige, was unumstößlich feststeht ist, dass es mit dem jetzigen Gerätehaus nicht weiter geht. Wir wollen Ihnen heute die Möglichkeit geben, sich ein Bild über beide Alternativen zu machen, Fragen zu stellen und ihre Meinung zu sagen. Wir wollen diese Grundsatzentscheidung auf eine möglichst breite Basis stellen, deshalb sind wir heute hier.“

 

Diplomingenieur Jürgen Vogt vom Architekturbüro Winkler stellte seine Machbarkeitsstudie zu einem möglichen Neubau am bisherigen Standort im Dorf vor. Das Gerätehaus würde aus einem Hallenbereich als Sockelgeschoss bestehen, die Funktions- und Schulungsräume würden darüber platziert. Der Neubau würde rund 2,7 Millionen Euro kosten, ein Problem wäre die geringere Anzahl an Parkplätzen.

Anschließend stellte Baufachbereichsleiterin Birgit Gräfen-Loer die zweite Möglichkeit, ein Neubau auf dem Heringhäuser Feld (das Grundstück ist im städtischen Besitz), vor. Hier könnte der Entwurf eines Feuerwehrgerätehauses, wie er derzeit in Esborn entsteht, eins zu eins umgesetzt werden, auch für Parkplätze wäre ausreichend Raum vorhanden. Die Kosten würden etwa bei 1,7 Millionen Euro liegen. Für beide Alternativen muss, so Gräfen-Loer, ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

 

Feuerwehrchef Ralf Tonetti legte in seiner Rede dar, warum die Feuerwehr für einen Neubau im Dorf votiert. So hätten die Angehörigen der Löschgruppe hier eine geringere Anfahrtszeit, da die meisten Kameradinnen und Kameraden in der Nähe wohnen würden. Bei der Variante Heringhäuser Feld wäre das im Brandschutzbedarfsplan der Stadt Wetter genannte Ziel einer Alarmierungszeit von acht Minuten nur schwer erreichbar.

Darauf hoben auch viele Bürgerinnen und Bürger ab, die sich in ihren Stellungnahmen besorgt zeigten, dass dieses Alarmierungsziel mit dem Heringhäuser Feld schlecht erreicht würden. Gegen die Dorfvariante sprechen sich einige Anwesende aufgrund der dann entstehenden Parkproblematik aus. Beim Bau am jetzigen Standort müsste schließlich auch noch über eine Lösung nachgedacht werden, wo die Löschgruppe während des Baus interimistisch untergebracht werde könnte.

 

Eine weitere Möglichkeit, sich über den Stand der Dinge zu informieren, bietet die nächste Sitzung des Stadtentwicklungs-, Wirtschaftsförderungs- und Bauausschusses, der am Dienstag, 12. November, um 17 Uhr in der Elbschehalle tagt. Die Entscheidung, welche Neubauvariante schließlich realisiert wird, trifft der Rat der Stadt Wetter (Ruhr) Ende des Jahres.

 

Die Präsentation zur Standortfrage des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses finden Sie hier.