Ruhrverband nimmt Abwassersammler Albringhausen in Betrieb: Wasserqualität der Elbsche profitiert von Neuordnung der Siedlungsentwässerung

Der Ruhrverband hat am Dienstag, 5. November, einen rund 3,5 Kilometer langen Freigefällekanal von der Kläranlage Albringhausen zum Pumpwerk Wengern offiziell in Betrieb genommen. Über diesen Weg wird das Abwasser aus den Ortsteilen Albringhausen und Sprockhövel-Hiddinghausen künftig zur Kläranlage Hagen des Ruhrverbands geleitet und dort gereinigt, die Kläranlage Albringhausen wird aufgegeben.

Bürgermeister Frank Hasenberg sowie die beiden Vorstände des Ruhrverbands, Dr. Antje Mohr und Prof. Norbert Jardin, nahmen symbolisch per Knopfdruck die Kläranlage Albringhausen außer Betrieb. Foto: Ruhrverband

Die offizielle Außerbetriebnahme der Kläranlage und Inbetriebnahme des neuen Abwassersammlers zwischen Albringhausen und Wengern nahmen Bürgermeister Frank Hasenberg und der Vorstandsvorsitzende Prof. Norbert Jardin vom Ruhrverband gemeinsam vor. Die Entscheidung zur Stilllegung der Kläranlage Wetter-Albringhausen hatte der Ruhrverband auf Basis klärtechnischer Feststellungen getroffen, die ergeben hatten, dass die deutlich größere Anlage Hagen das Abwasser aus Albringhausen mitbehandeln kann, ohne dass dort eine Erweiterung erforderlich wird. Die 1975 errichtete Kläranlage Albringhausen hätte hingegen in absehbarer Zeit diverse Ersatzinvestitionen benötigt. Die Wasserqualität der Elbsche wird von der Neuordnung der Siedlungsentwässerung im Ortsteil Albringhausen deutlich profitieren. "So können wir die Wasserqualität der Elbsche verbessern. Das ist im Rahmen der Nachhaltigkeit und der Renaturierung für uns ein wichtiger Faktor", so Bürgermeister Hasenberg.

Außerdem rechnet der Ruhrverband aufgrund sinkender Betriebskosten mit jährlichen Einsparungen im mittleren fünfstelligen Bereich. Das erste, rund zwei Kilometer lange Teilstück des Freigefällekanals wurde 2016/17 entlang einer ehemaligen Bahnstrecke gebaut. Beim zweiten Bauabschnitt kam es zu Verzögerungen aufgrund grundstücksrechtlicher Auseinandersetzungen, so dass die Arbeiten an diesem 1,3 Kilometer langen Teilstück erst im Frühjahr 2019 aufgenommen werden konnten.

 

Text/Bild: Ruhrverband