Blick in die Praxis des Sozialen Arbeitsmarktes: Heimischer Bundestagsabgeordneter besucht den Stadtbetrieb

„Man fühlt sich gebraucht.“ So bringt es Amron Klugkist auf den Punkt, der gemeinsam mit Marcus Witt seit einigen Monaten eine neue Bestimmung beim Stadtbetrieb gefunden hat. Sie sind nach längerer Zeit der Arbeitslosigkeit und einigen Tätigkeiten als ein Euro-Jobber nun Mitarbeiter bei der Grünflächenpflege.

Bild: Der heimische Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack (2.v.re.), Bürgermeister Frank Hasenberg und Betriebsleiter Andreas Nabert freuen sich mit den beiden neuen Mitarbeitern Amron Klugkist (2.v.li.) und Marcus Witt (auf dem Fahrersitz). Foto: Stadt Wetter (Ruhr)

Bild: Der heimische Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack (2.v.re.), Bürgermeister Frank Hasenberg und Betriebsleiter Andreas Nabert freuen sich mit den beiden neuen Mitarbeitern Amron Klugkist (2.v.li.) und Marcus Witt (auf dem Fahrersitz). Foto: Stadt Wetter (Ruhr)

Hintergrund ist der „Soziale Arbeitsmarkt.“ Hier haben Arbeitgeber die Möglichkeit, Langzeitarbeitslose zu beschäftigen, der Bund fördert die Jobs finanziell über einen Zeitraum von fünf Jahren. Kürzlich war der heimische Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack beim Stadtbetrieb, um sich vor Ort zu informieren, „wie dieses sozialpolitische Instrument in der Praxis umgesetzt wird.“

„Die Vermittlung über das Jobcenter hat super funktioniert“, erzählt Betriebsleiter Andreas Nabert. „Die Beiden arbeiten bei uns in der Grünpflege, sind sehr motiviert und sind Mitarbeiter wie alle anderen auch. Man merkt einfach, wie Menschen aufblühen, wenn sie wieder regelmäßig arbeiten können.“ Das bestätigen Klugkist und Witt sofort: „Das macht mir viel Spaß und hier herrscht ein sehr gutes Arbeitsklima“, so Klugkist. Und Marcus Witt ergänzt: „Die Arbeit hier zieht einen nach oben, man bekommt eine ganz andere Perspektive auf das Leben.“ Betriebsleiter Andreas Nabert weist ausdrücklich darauf hin, wie wichtig es ihm sei, „dass wir Menschen fit machen für den Arbeitsmarkt, etwa durch weitere Qualifizierungen wie einen Führerschein oder ähnliches. Je qualifizierter unsere Mitarbeiter sind, umso vielfältiger können wir sie einsetzen. Darüber hinaus sollen sich die beiden „Neuen“ einem besonderen, individuellen Projekt widmen: „Wir haben viele schöne Wanderwege in Wetter. Hier sollen sich die Zwei u.a. den Zustand der Bänke/ Wege anschauen und sie gegebenenfalls überarbeiten bzw. freischneiden. Das fördert auch die Selbstständigkeit.“ Ein Projekt, das auf die Zustimmung des Bürgermeisters trifft: „Das ist eine super Idee, mit der direkt den Bürgerinnen und Bürgern hier in Wetter und auch vielen Wanderfreunden geholfen werden kann“, so Hasenberg.

Auf die abschließende Frage Kapschacks an Klugkist und Witt, was dieser neue Job mit ihnen mache“, antwortet Witt: „Man gehört dazu, es ist eine Motivation auf ein anderes Leben.“