Alles für das Klima: Vom EEA zum Integrierten Klimaschutzkonzept

Das Engagement der Stadt für nachhaltigen Klima- und Umweltschutz in Wetter bleibt auf dem gewohnt hohen Niveau, nur die Form der „Klimaarbeit“ ändert sich:

Da die Fördermittel auslaufen, mit denen die Teilnahme der Stadt Wetter (Ruhr) am European Energy Award (EEA) finanziert wurde, nimmt die Stadt nicht mehr am EEA teil. Das hat für die Klimaarbeit vor Ort allerdings keine negativen Auswirkungen: Denn mit der Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes baut die Stadt auf den erfolgreichen Maßnahmen der letzten Jahre auf und entwickelt diese in neuer, breiterer Form weiter.

 

"Der Schutz unserer Umwelt liegt uns allen am Herzen. Was wir in den letzten Jahren im Rahmen des EEA erfolgreich voran gebracht haben, führen wir mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept konsequent und qualitätsvoll weiter", erklärt Bürgermeister Frank Hasenberg.

 

In Wetter wird der Klima- und nachhaltige Umweltschutz seit Jahren groß geschrieben. Ein Element dieser aktiven "Klimaarbeit" war die Beteiligung am European Energy Award, einer Art Qualitätsprogramm für den kommunalen Umweltschutz. Im Rahmen des EEA wurden zahlreiche Maßnahmen durchgeführt, die von der Umsetzung des Passivhausstandards bei Neubauten und das Alltagsradwegekonzept über die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Schuldächern bis zu den ehrenamtlich tätigen Klimabotschaftern reichen. Die Stadt Wetter (Ruhr) wurde für diese erfolgreichen Projekte zweimal, 2014 und 2018, mit einem European Energy Award ausgezeichnet.

 

Ziel des Integrierten Klimaschutzkonzeptes ist die Identifikation der Potentiale für Energieeinsparung, Effizienzsteigerung und erneuerbare Energien sowie geeignete Maßnahmen zu deren Nutzung. Diese Ziele und Aufgaben wurden von dem von der Stadt beauftragten Planungsbüro "EnergyEffizienz GmbH" aus Lampertheim formuliert.

 

Da die Beteiligung der Bürgerschaft ein entscheidendes Element im Rahmen der Konzepterstellung ist, lud die Stadt Wetter (Ruhr) bereits Mitte Juli letzten Jahres interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Auftaktveranstaltung im Rahmen der Konzepterstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes ein. An diesem Abend formulierten die Teilnehmer weitere Ideen von einer besseren Anbindung des ÖPNV an den Zugverkehr, Unterstellmöglichkeiten für Räder am Bahnhof über Car-Sharing bis zur energetischen Sanierung von Gebäuden und mehr Photovoltaikanlagen. . Eine zweite öffentliche Beteiligung fand Ende November 2018 statt, in der die CO2-Bilanz der Stadt vorgestellt wurde und Maßnahmenvorschläge durch die Bürgerinnen und Bürger priorisiert werden konnten.

 

Die Anregungen der Bürgerschaft wurden vom Planungsbüro mit in das Konzept eingearbeitet. Die Fertigstellung des Klimaschutzkonzeptes wird voraussichtlich Ende März erfolgen. Für die praktische Umsetzung der im Klimaschutzkonzept erarbeiteten Maßnahmen wird dann ein bei der Stadt angestellter Klimaschutzmanager sorgen. Diese Stelle kann für die ersten drei Jahre bis zu 90 Prozent gefördert werden, im vierten und fünften Jahr bis zu 56 Prozent.