Axel Fiedler nimmt Abschied aus Wetter (Ruhr)

Von der Jugend zu den Senioren: Als Axel Fiedler 1995 als Diplom-Sozialarbeiter zur städtischen Verwaltung nach Wetter (Ruhr) kam, begann er dort als Stadtjugendpfleger. Zwei Jahre später wechselte er zur Seniorenarbeit, seit dem Jahr 2005 war er als städtischer Senioren- und Behindertenbeauftragter aktiv. Nun verlässt Axel Fiedler die Verwaltung und genießt seinen Ruhestand.

Axel Fiedler und seine Nachfolgerin als Senioren- und Behindertenbeauftragte der Stadt Wetter (Ruhr), Anna-Lena Fröhlking

An seinen Start in der Harkortstadt erinnert er sich noch ganz genau: „Den ersten Arbeitstag werde ich nie vergessen“, erzählt er schmunzelnd. „Ich habe als Stadtjugendpfleger direkt mit der Organisation des Bauspielplatzes angefangen. Wir haben da noch abends um 19.30 Uhr das Lager inspiziert. Wir hatten damals noch keine Handys. Meine Frau wusste nicht, wo ich war und konnte sich keinen Reim darauf machen.“

Nachdem er 1997 in den Bereich der Seniorenarbeit wechselte, absolvierte er von 2001 bis 2004 ein nebenberufliches Studium, welches er als Diplom- Sozialgerontologe abschloss.

 

Im Rückblick erinnert Fiedler zunächst an die Gründung der ZWAR-Gruppen (Zwischen Rente und Arbeit) in Wetter. „Hier haben sich viele junge alte zusammengeschlossen, um ihre Freizeit eigenständig zu planen. Daraus sind Gruppen entstanden, die teilweise heute noch aktiv sind. Beliebt waren und sind in Wetter die vielen bunten und informativen Veranstaltungen und Reisen, die Fiedler mit einem kleinen Arbeitskreis aus freiwilligen Helfern koordinierte – der Veranstaltungskalender für ältere Menschen ist ein elementarer Bestandteil des Miteinanders älterer Menschen in Wetter. Im Bereich der Pflegeberatung war Fiedler als kompetenter Ansprechpartner, mit vielen Infobroschüren und als Mitinitiator des Arbeitskreises Hilfeanbieter aktiv.

 

Als Senioren- und Behindertenbeauftragter hat er über die Jahre mit verschiedenen initiativen viel für die Barrierefreiheit in der Harkortstadt erreicht. Etwa mit einer Gebäudecheckliste zur Barrierefreiheit und einer daraus resultierenden Maßnahmekommission, die unter der Leitfrage Was können wir machen? praktikable Veränderungen umsetzte. Fiedler nennt ein Beispiel von vielen: „So wurde in der Sporthalle Oberwengern am Gymnasium eine barrierefreie Toilette eingebaut, damit alle Menschen mit Behinderungen an Großveranstaltungen teilnehmen konnten.“

 

Und weiter: „Wetter war eine der ersten Kommunen im EN-Kreis und in NRW, die das Behindertengleichstellungsgesetz so konkret umgesetzt haben.“ Ein weiterer Meilenstein war dann der im Mai 2013 veröffentlichte „Kommunale Aktionsplan Menschengerechte Stadt Wetter (Ruhr) zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“, mit der die Stadt Wetter (Ruhr) weit über die Region hinaus ein starkes und deutliches Signal für die Inklusion setzte. Der Leitsatz dieses Aktionsplans in Leichter Sprache: „In Wetter sollen alle Menschen gut leben können.“

 

„Axel Fiedler hat sich mit viel Engagement, Einfühlungsvermögen und Herzblut für die Belange von älteren Menschen und Menschen mit Behinderung eingesetzt“, würdigt Bürgermeister Frank Hasenberg den Senioren- und Behindertenbeauftragten. „Insbesondere unser kommunaler Aktionsplan Menschengerechte Stadt Wetter (Ruhr) ist mit dem Namen und Engagement von Axel Fiedler verbunden.“

 

In seinem Ruhestand will Axel Fiedler nun viel Zeit mit seiner Familie und den beiden Enkelkindern verbringen und gemeinsam mit Freunden auf Touren und Wanderungen gehen.

 

Neue Senioren- und Behindertenbeauftragte und damit Nachfolgerin von Axel Fiedler ist Anna-Lena Fröhlking. Die Gerontologin hat zuvor bei der Stadt Dortmund im „Regionalbüro Alte, Pflege und Demenz“ gearbeitet: „Ich möchte hier in Wetter (Ruhr) meine Erfahrungen in der Pflegeberatung einbringen, weitere Angebote für Menschen mit Behinderung schaffen und das Netzwerk an Unterstützungsangeboten in dieser Stadt weiter stärken und fördern.“