Ein Wochenende im Zeichen der Freundschaft

Man kann es zwar nicht sehen, aber spüren: Zwischen Turawa und Wetter (Ruhr) besteht ein dickes Band der Freundschaft. Was vor über 20 Jahren in Wengern seinen Anfang fand, ist über die Jahre immer weiter gewachsen. Mittlerweile besuchen sich die beiden Städte in regelmäßigen Abständen gegenseitig. So auch zum diesjährigen Jubiläum, als eine 20-köpfige Delegation aus Turawa die Partnerstadt an einem verlängerten Wochenende besuchte.

Beim festlichen Abend in der Elbeschehalle ehrte Bürgermeister Frank Hasenberg das siegreiche Zehnkampf-Team aus Turawa

Das Bobbycarrennen war eine der Disziplinen beim Spiel- und Sportfest auf dem Harkortberg

Bürgermeister Frank Hasenberg überreicht seinem Amtskollegen Waldemar Kampa ein Jubiläums-Trikot

Nach der Ankunft in Wengern begrüßte Bürgermeister Frank Hasenberg die Gäste im Rathaus, wo sich die Vertreter der polnischen Gemeinde um ihren Bürgermeister Waldemar Kampa in das Goldene Buch der Stadt Wetter eintrugen.

Im Anschluss daran ging es zur Schiffstour über den Harkortsee, bevor der Anreisetag mit einem gemeinsamen Abendessen von Vertretern beider Städte seinen Ausklang fand.

 

Nachdem der erste Tag des Besuchswochenendes ganz im Zeichen der Begrüßung und des Willkommens stand, wurde es am Samstag sportlich. Getreu dem Motto "Sport verbindet" fand auf dem Harkortberg ein von Wetteraner Vereinen und Verwaltung gemeinsam organisiertes Spiel- und Sportfest statt. Zunächst konnten die zehn Mannschaften, zu denen neben den zwei Teams der polnischen Gemeinde und denen der Wetteraner Vereine auch ein "Team Bürgermeister und Co." gehörte, ihre Geschicklichkeit an Stationen wie Bobbycarrennen, Skilaufen oder Minigolf-Parcours unter Beweis stellen.

Hierbei wurde deutlich, dass trotz des sportlichen Ehrgeizes keine Rivalität zwischen den befreundeten Städten besteht - freundschaftlich wurde untereinander beim Schubkarrenrennen angefeuert und man amüsierte sich gemeinsam, wenn die "Poolnoodle" das anvisierte Ziel weit verfehlte. Nach dem Mittag und einer Stärkung vom Grill stand das Siegerteam fest: Turawa konnte den Pokal nach Hause holen.

 

Für die, deren Bewegungsdurst noch nicht gestillt war, ging es danach weiter zum deutsch-polnischen Fußballspiel. Auch hier präsentierten sich Turawa und Wetter (Ruhr) als faire Freunde. Zur Pause wurden die Mannschaften durchgewechselt, sodass es auch zu internationalen Doppelpässen kam, bevor ein verwandelter Elfmeter durch den polnischen Bürgermeister Kampa den Schlusspunkt des Aufeinandertreffens setzte und Turawa den Sieg einbrachte.

 

Den runden Abschluss eines ereignisreichen Tages bildete dann der offizielle Festakt in der Elbschehalle. Hier wurden Gastgeschenke ausgetauscht und die Freundschaft mit der Unterzeichnung einer Partnerschaftsurkunde neu besiegelt. Auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen: Nach einem fulminanten Auftakt der Chöre MGV Einigkeit Volmarstein und MGV 1864 Wengern, die eigens für diesen Anlass gemeinsam ein polnisches Lied eingeübt hatten, heizten die Powergirls der Turngemeinde Harkort e.V. mit Hip Hop dem Publikum heftig ein. Das Duo Alina und Alexander schloss mit Gitarre und Kontrabass stimmungsvoll den offiziellen Teil ab.

 

Bürgermeister Hasenberg dankte "den vielen helfenden Händen, die dieses schöne Partnerschaftswochenende ermöglicht haben." Das sei nur aufgrund vieler Sponsoren "aus Wetter und dem Umkreis, die uns auf so unterschiedliche Weise unterstützt haben", möglich gewesen.

 

Am Ende waren sich alle einig: Schon jetzt herrscht Vorfreude auf den nächsten Besuch, der dann in Turawa stattfindet.