Land verkündigt Impfstopp und verschiebt Startschuss für Impfzentren Erneut sorgen kurzfristige "Turbulenzen" für Unzufriedenheit

Impfstopp in den Krankenhäusern und für Erstimpfungen in Pflegeheimen sowie ein um eine Woche verschobener Startschuss für das Impfen der ab 80-jährigen in den Impfzentren - diese zwei Entscheidungen fielen am späten Dienstagabend im nordrhein-westfälischen Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales.

In einem Schreiben an die Impfzentren im Land heißt es begründend: "Die von BioNTech aktuell mitgeteilten geänderten Liefermengen machen zwingend eine Änderung der Impfplanung erforderlich. Ab sofort können keine Bestellungen für Erstimpfungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen veranlasst werden. Alle bereits getätigten Bestellungen durch die Impfzentren werden seitens des Landes storniert."

 

"Wie alle 53 Kreise und kreisfreien Städte sind auch wir im Ennepe-Ruhr-Kreis natürlich davon betroffen. Faktisch erhalten wir ab heute und bis zum Monatsende keine weiteren Dosen für Erstimpfungen", erläutert Astrid Hinterthür, Leiterin des Krisenstabs im Schwelmer Kreishaus, die unerfreulichen Folgen der Nachrichten aus Düsseldorf.

 

Einige Vertreter der Krankenhäuser und der vier stationären Pflegeeinrichtungen, die in den nächsten Tagen auf dem Impfplan standen und sich vorbereitet hatten, haben sich bereits im Schwelmer Kreishaus gemeldet.

 

"Für die von ihnen signalisierte Unzufriedenheit haben wir volles Verständnis. Uns haben die Informationen aus dem Ministerium ebenso unerwartet wie kurzfristig am Dienstagabend um 20.30 Uhr erreicht", berichtet Hinterthür. Die Botschaft aus Düsseldorf sei aber klar: Erst am. 1. Februar sei mit neuem Impfstoff zu rechnen, erst ab dann könne es wie geplant weitergehen.

 

Nebenwirkung der Mangelware Impfstoff und der voraussichtlich für 11 Tage ausgesetzten Erst-Impfungen: Die Türen des Impfzentrums in Ennepetal, Anlaufstelle für die ab 80-jährigen im Kreisgebiet, können sich erst am 8. Februar und damit eine Woche später als noch vor einer Woche vom Ministerium angekündigt öffnen.

 

Keine Folgen hat die neue Impfplanung des Landes für die 40 stationären Pflegeeinrichtungen im Kreis, deren Bewohner und Mitarbeiter bereits einmal geimpft worden sind. Für den hier noch notwendigen zweiten Durchgang stehen nach Auskunft des Landes ausreichend Impfdosen zur Verfügung, sie seien bereits eingelagert.

 

Und auch der Startschuss für die Terminvergabe im Impfzentrum, die von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe koordiniert wird, soll wie geplant am Montag, 25. Februar, um 8 Uhr fallen.

 

"Die rund 24.000 Briefe, die den ab 80-jährigen im Kreis alle notwendigen Informationen liefern, sind vom Kreis und den Städten in einer Gemeinschaftsaktion auf den Weg gebracht worden", betont Landrat Olaf Schade die gute kommunale Zusammenarbeit im Interesse der Bürger. "Wie immer in den letzten Monaten haben wir vor Ort unsere Hausaufgaben pünktlich erledigt. Und nicht zum ersten Mal bringen uns Nachrichten und kurzfristige Entscheidungen aus Düsseldorf in erhebliche, von uns unverschuldete Turbulenzen."

 

Was Schade hingegen beim Blick in den Kreis beeindruckt: Um die zur Impfung Eingeladenen auf dem Weg zum Termin und ins Impfzentrum zu unterstützen, haben sich die Städte zahlreiche Angebote überlegt. So funktioniere Zusammenarbeit, auf die es gerade in Krisenzeiten ankomme.

 

"In einigen Fällen wurde die Seniorenberatung eingebunden, in anderen ist Personal aus Jugendzentren oder Musikschulen, das derzeit verfügbar ist, im Einsatz. Sie sind telefonische Ansprechpartner und liefern Hilfestellungen, um den Besuch des Zentrums vorzubereiten", so Schade.

 

Zudem gebe es verschiedenste Modelle, wie Ältere ohne familiäres oder nachbarschaftliches Netzwerk nach Ennepetal gebracht werden können. Stichworte hier sind beispielsweise Taxigutscheine und ehrenamtliches Engagement. Details über die jeweiligen Angebote, Ansprechpartner und Telefonnummern finden die Betroffenen in die an sie gerichteten Briefe oder erhalten diese bei bei ihrer Stadtverwaltung.

 

Stichwort Impftermin

 

Ab 80-jährige können die für den Besuch notwendigen Termine ab Montag, 25. Januar, 8 Uhr vereinbaren. Möglich sein wird dies online (www.116117.de) oder telefonisch (0800/116 117 02 täglich zwischen 8 und 22 Uhr).

 

Die für die Terminvergabe zuständige Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe bittet bereits im Vorfeld um Geduld. Vor allem zu Beginn der Terminvergabe werde es aufgrund der großen Nachfrage mit hoher Wahrscheinlichkeit zu längeren Wartezeiten kommen.

In einem Schreiben an die Impfzentren im Land heißt es begründend: "Die von BioNTech aktuell mitgeteilten geänderten Liefermengen machen zwingend eine Änderung der Impfplanung erforderlich. Ab sofort können keine Bestellungen für Erstimpfungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen veranlasst werden. Alle bereits getätigten Bestellungen durch die Impfzentren werden seitens des Landes storniert."

 

"Wie alle 53 Kreise und kreisfreien Städte sind auch wir im Ennepe-Ruhr-Kreis natürlich davon betroffen. Faktisch erhalten wir ab heute und bis zum Monatsende keine weiteren Dosen für Erstimpfungen", erläutert Astrid Hinterthür, Leiterin des Krisenstabs im Schwelmer Kreishaus, die unerfreulichen Folgen der Nachrichten aus Düsseldorf.

 

Einige Vertreter der Krankenhäuser und der vier stationären Pflegeeinrichtungen, die in den nächsten Tagen auf dem Impfplan standen und sich vorbereitet hatten, haben sich bereits im Schwelmer Kreishaus gemeldet.

 

"Für die von ihnen signalisierte Unzufriedenheit haben wir volles Verständnis. Uns haben die Informationen aus dem Ministerium ebenso unerwartet wie kurzfristig am Dienstagabend um 20.30 Uhr erreicht", berichtet Hinterthür. Die Botschaft aus Düsseldorf sei aber klar: Erst am. 1. Februar sei mit neuem Impfstoff zu rechnen, erst ab dann könne es wie geplant weitergehen.

 

Nebenwirkung der Mangelware Impfstoff und der voraussichtlich für 11 Tage ausgesetzten Erst-Impfungen: Die Türen des Impfzentrums in Ennepetal, Anlaufstelle für die ab 80-jährigen im Kreisgebiet, können sich erst am 8. Februar und damit eine Woche später als noch vor einer Woche vom Ministerium angekündigt öffnen.

 

Keine Folgen hat die neue Impfplanung des Landes für die 40 stationären Pflegeeinrichtungen im Kreis, deren Bewohner und Mitarbeiter bereits einmal geimpft worden sind. Für den hier noch notwendigen zweiten Durchgang stehen nach Auskunft des Landes ausreichend Impfdosen zur Verfügung, sie seien bereits eingelagert.

 

Und auch der Startschuss für die Terminvergabe im Impfzentrum, die von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe koordiniert wird, soll wie geplant am Montag, 25. Februar, um 8 Uhr fallen.

 

"Die rund 24.000 Briefe, die den ab 80-jährigen im Kreis alle notwendigen Informationen liefern, sind vom Kreis und den Städten in einer Gemeinschaftsaktion auf den Weg gebracht worden", betont Landrat Olaf Schade die gute kommunale Zusammenarbeit im Interesse der Bürger. "Wie immer in den letzten Monaten haben wir vor Ort unsere Hausaufgaben pünktlich erledigt. Und nicht zum ersten Mal bringen uns Nachrichten und kurzfristige Entscheidungen aus Düsseldorf in erhebliche, von uns unverschuldete Turbulenzen."

 

Was Schade hingegen beim Blick in den Kreis beeindruckt: Um die zur Impfung Eingeladenen auf dem Weg zum Termin und ins Impfzentrum zu unterstützen, haben sich die Städte zahlreiche Angebote überlegt. So funktioniere Zusammenarbeit, auf die es gerade in Krisenzeiten ankomme.

 

"In einigen Fällen wurde die Seniorenberatung eingebunden, in anderen ist Personal aus Jugendzentren oder Musikschulen, das derzeit verfügbar ist, im Einsatz. Sie sind telefonische Ansprechpartner und liefern Hilfestellungen, um den Besuch des Zentrums vorzubereiten", so Schade.

 

Zudem gebe es verschiedenste Modelle, wie Ältere ohne familiäres oder nachbarschaftliches Netzwerk nach Ennepetal gebracht werden können. Stichworte hier sind beispielsweise Taxigutscheine und ehrenamtliches Engagement. Details über die jeweiligen Angebote, Ansprechpartner und Telefonnummern finden die Betroffenen in die an sie gerichteten Briefe oder erhalten diese bei bei ihrer Stadtverwaltung.

 

Stichwort Impftermin

 

Ab 80-jährige können die für den Besuch notwendigen Termine ab Montag, 25. Januar, 8 Uhr vereinbaren. Möglich sein wird dies online (www.116117.de) oder telefonisch (0800/116 117 02 täglich zwischen 8 und 22 Uhr).

 

Die für die Terminvergabe zuständige Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe bittet bereits im Vorfeld um Geduld. Vor allem zu Beginn der Terminvergabe werde es aufgrund der großen Nachfrage mit hoher Wahrscheinlichkeit zu längeren Wartezeiten kommen.

 

Text: EN-Kreis