Lokale Agenda analysiert Klimafolgen und stellt Bericht vor

47 Seiten, die wachrütteln: Bereits zum fünften Mal legen Rolf Weber und Dieter Röllke von der Lokalen Agenda 21 einen Klimafolgen-Aufwand-Bericht (KFA) für Wetter (Ruhr) vor und geben damit faktenbasierte Antworten auf die Frage, wie sich die Klimaveränderungen direkt auf die Menschen in Wetter auswirken.

Rolf Weber (r..) und Dieter Röllke (3.v.r.) von der Lokalen Agenda stellten den Bericht „Klimafolgen-Aufwand 2017“ in der Feuerwache vor. Mit dabei waren Bürgermeister Frank Hasenberg, Ulrich Conrads vom Stadtbetrieb, Patric Poblotzki (Feuerwehr) und Ralf Tonetti, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr

Wie groß die Schäden durch extreme Wettereignisse ausfallen, zeigt ein Blick in den mit vielen Zahlen und Daten unterfütterten Klimafolgen-Bericht für das Jahr 2017.

 

Der ehrenamtliche Aufwand der Feuerwehr lag in 2017 bei 102 Stunden. Damit blieb der Aufwand gegenüber dem Jahr 2016 ungefähr gleich. Für den KFA-Bericht 2018 warnt Feuerwehr-Chef Ralf Tonetti allerdings bereits vor: "Aufgrund des sehr warmen Sommers haben wir viele Wald- und Flächenbrände abarbeiten müssen."

 

Mit 250.000 Euro bei rund 230 Schadensfällen liegt laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft der finanzielle Schaden durch Sturm und Hagel sowie Elementarschäden. Das bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr.

 

Der Stadtbetrieb arbeitet mit umfangreichen Maßnahmen an der Elbsche und der Schmalenbecke in Wengern am Hochwasserschutz.

 

Für die KFA-Recherchen arbeiteten Weber und weitere Mitglieder der Agenda eng mit der Stadt Wetter, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Stadtbetrieb zusammen. Weber: "Vielen Dank an alle Beteiligten, ohne deren Hilfe dieser Bericht nicht möglich gewesen wäre."

 

Bürgermeister Frank Hasenberg lobte das Engagement der Lokalen Agenda: "Ich bin den Mitgliedern der Lokalen Agenda und hier im Besonderen Rolf Weber und Dieter Röllke sehr dankbar, dass sie uns mit dem vorliegenden Bericht eine sehr faktenreiche Analyse vorlegen und uns dafür sensibilisieren, wie wir hier vor Ort den Folgen des Klimawandels entgegen wirken können." Zumal jetzt mit der mittlerweile fünften KFA-Ausgabe die recherchierte Datenbasis ein immer größeres Gewicht bekomme.

 

Der aktuelle Bericht "Klimafolgen-Aufwand 2017" ist, wie seine Vorgänger, im Internet einzusehen unter www.agenda21-wetter.de. Zudem wird der Bericht in der nächsten Sitzung des Rates am 28. März vorgestellt.