Manfred Sell mit viel Lob und Applaus im Rat verabschiedet

Stehender Applaus im Rat der Stadt Wetter (Ruhr): Die Ratsfraktionen verabschiedeten

Manfred Sell, der nach 31 Jahren bei der Stadtverwaltung in den Ruhestand geht.

 

Manfred Sell mit den Laudatoren der Fraktionen und Bürgermeister Frank Hasenberg. Foto: WP

Bürgermeister Frank Hasenberg dankte Sell für sein großes Engagement und den Sachverstand, „mit dem Du die Entwicklung unserer Stadt in den letzten Jahren entscheidend mitgeprägt hast.“

 

Nach Stationen als Technischer Zeichner, Architekt und einer Ausbildung zum gehobenen bautechnischen Dienst begann Sell im Januar 1988 als Stadtbauoberinspektor bei der städtischen Verwaltung. Seit November 2001 leitete er den Fachbereich Bauwesen an der Wilhelmstraße, seit August 2005 war Manfred Sell allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.

 

In seiner Laudatio wies Hasenberg darauf hin, dass bereits während seiner Ausbildung zum Regierungsinspektoranwärter beim Finanzbauamt Düsseldorf die Signale schon auf Wetter standen: War doch ein Ausbildungsinhalt die „Abgrenzung deutscher Baurechtsvorschriften in den Liegenschaften in Verbindung mit britischen Bau- und Brandrechtsvorschriften.“ „Keine schlechte Voraussetzung für den Wechsel in eine Stadt mit einer großen Werkstatt der britischen Rheinarmee“, so Hasenberg.

 

Vielleicht hatte es aber auch nur mit einer Mitteilung des Finanzbauamtes vom 23.11.1987 an Manfred Sell zu tun, wie Hasenberg mit einem Schmunzeln zitierte: „Das Landesarbeitsamt hat mitgeteilt, dass der für Sie ausgestellte Kantinenausweis abgelaufen ist.“

 

Auch die Fraktionen waren voll des Lobes: „Die Zusammenarbeit mit Ihnen war immer ausnahmslos gut“ so Peter Pierskalla für die CDU. Jörg-Michael Birkner (SPD) sprach davon, das Sell immer viel mehr getan hat, als seine Pflicht gewesen wäre.“

 

Jürgen Uebelgünn bedankte sich im Namen der Grünen für die tolle Zusammenarbeit und stellte insbesondere die Loyalität Sells der Stadt und dem Bürgermeister gegenüber heraus. Frau Hülshoff bedankte sich sogar in Reimform und endete mit den Worten: „Wir sind ganz traurig, dass sie gehen.“ Gerd Michaels betonte, dass Sell immer als Ansprechpartner der Verwaltung erreichbar war. Für die „seriöse Arbeit“ bedankte sich Christopher Krüger (CSR).

 

Manfred Sell zeigte sich beeindruckt von den Worten der Laudatoren und bekannte: „Nach 31 Jahren ist ein Abschied dann doch nicht ganz so leicht.“

 

Nun genießt Manfred Sell die freie Zeit mit seiner Frau, seinen drei Kindern und zwei Enkelkindern, mit Spaziergängen am Harkortsee und mit der ein oder anderen längeren Motorradtour.