Müllentsorgung: Stadtbetrieb hilft Hochwassergeschädigten

Wer als Hochwassergeschädigte*r Hilfe benötigt, kann sich gerne an das Servicebüro des Stadtbetriebs unter der Telefonnummer 840600 wenden.

Die Entsorgung der durch das Hochwasser unbrauchbaren Gegenstände läuft auf Hochtouren. Doch teilweise haben sich derart große Massen angesammelt, dass insbesondere Privatpersonen gar nicht wissen, wo sie den Müll sammeln und schließlich entsorgen können. Seit Abzug des Starkregens unterstützen die Mitarbeitenden des Stadtbetriebs Wetteraner Bürger*innen bei den Aufräumarbeiten. So auch heute wieder. Den ganzen Tag über sammeln sie Müll ein und helfen bei der Entsorgung. Auf dem RuhrtalRadweg, der wieder durchgängig befahrbar ist, räumt der Stadtbetrieb den Schlamm beiseite.

 

Wer als Hochwassergeschädigte*r noch weitere Hilfe benötigt, kann sich gerne an das Servicebüro des Stadtbetriebs unter der Telefonnummer 840600 wenden. Auch der Ennepe-Ruhr-Kreis teilt mit, dass bis Samstag, 31. Juli 2021, alles, was in den Fluten zu Abfall geworden ist, kostenfrei an den Umladestationen Gevelsberg und Witten abgegeben werden kann.

 

Die Katstrophe hat vielerorts enorme Hilfsbereitschaft hervorgerufen, so auch in Wetter (Ruhr).  Sachspenden sind bereits –ausreichend- von Privatinitiator*innen gesammelt worden. Des Weiteren haben sich an vielen Stellen spontan Helfer*innen eingefunden und haben tatkräftig angepackt. Bis die Schäden allerdings beseitigt sind, wird es noch lange Zeit dauern. Letztendlich wird eines für den Aufbau am meisten benötigt: Geld. Versicherungen, Sonderfonds und andere Finanzquellen wie z. B. Spenden sind gefragt. Viele Organisationen und öffentliche Einrichtungen haben bereits eigens Konten dafür eröffnet. Die Stadt Wetter (Ruhr) hat zunächst kein eigenes Spendenkonto eingerichtet, bietet aber besonders Betroffenen an, dass sie sich aufgrund ihrer Notsituation unkompliziert im Vorzimmer des Bürgermeisters unter Telefon 840105 oder per Mail unter hochwasser@stadt-wetter.de melden können.

Darüber hinaus bittet die Verwaltung um Solidarität mit den Städten, die noch stärker getroffen hat. So auch die Stadt Hagen, die als unsere unmittelbare Nachbarstadt massiv unter den Folgen des Starkregens leidet. Viele Hagener*innen stehen vor dem Nichts. Daher wird dort am meisten Hilfe benötigt. Neben finanzieller Mittel ist auch Manpower gefragt. Koordiniert wird die Hilfe mit Unterstützung der Freiwilligenzentrale Hagen. Sie bringt Ehrenamt und Hilfe zusammen. Auf Hochwasserhilfe Hagen | Freiwiligenzentrale Hagen (fzhagen.de) kann der Bedarf bequem per Mail gemeldet melden, so dass unkompliziert Helfer*innen und Hilfesuchende zusammengebracht werden.

 

Wie selbstverständlich ehrenamtliche Hilfe auch über die Stadtgrenzen hinaus ist, zeigt sich an der Nachbarschaftshilfe Wetter (Ruhr). Heike Neuhaus, Mitinitiatorin der zu Beginn der Coronapandemie gegründeten Initiative, zögerte keine Sekunde, als die Frage nach Unterstützung an sie herangetragen wurde und mobilisierte sofort zahlreiche Engagierte. Der Grund: Bewohner*innen eines Hagener Altenheims müssen übergangsweise im ehemaligen Zauleck-Haus untergebracht werden. Ihr ursprüngliches Zuhause ist durch die Fluten unbewohnbar geworden. Zum Einzug gibt es liebevoll gepackte Päckchen für die Bewohner*innen.

 

Die Stadtverwaltung dankt allen Bürger*innen für ihre Solidarität. Es ist schön zu sehen, dass wir in unserer Region füreinander einstehen.