Rat: Haushaltsplanentwurf 2021 eingebracht, Wetter (Ruhr) will Fair Trade Town werden

Erträgen von 73,1 Millionen Euro stehen in 2021 Aufwendungen von 74,2 Millionen Euro entgegen. Das ergibt ein Defizit von 1,1 Millionen Euro. Das sind die Eckdaten des Haushaltsplanentwurfes 2021, der in der Ratssitzung am Dienstag (die pandemiebedingt nach Pg. 60 der Gemeindeordnung NRW als personell kleinerer Hauptausschuss stattfand) eingebracht wurde.

Ein Novum: Erstmals verzichteten Bürgermeister Frank Hasenberg und Kämmerer Andreas Wagener auf die Haushaltsrede und die Präsentation der Daten – um die Sitzung in diesen Corona-Zeiten nicht unnötig zu verlängern. Die Haushaltsrede und der Haushaltsplanentwurf werden dem Protokoll beigefügt.

 

Die Investitionssumme soll in 2021 bei 21,9 Millionen Euro liegen. Der Haushaltsausgleich wird 2022 mit einem Überschuss von 223.000 Euro erreicht sein. „Damit legen wir auch mit diesem durch die Corona-einschränkungen geprägten Haushaltsentwurf für 2021 erneut einen genehmigungsfähigen Haushalt vor“, so Bürgermeister Frank Hasenberg.

 

Der Entwurf der Haushaltssatzung 2021 ist gemeinsam mit dem Haushaltssicherungskonzept 2021-2022 auf der städtischen Homepage unter www.stadt-wetter.de im Bereich Service/Haushalt einsehbar.

 

Die Stadt Wetter (Ruhr) ist schon lange aktiv im Klimaschutz tätig und engagiert sich in vielfältiger Weise nachhaltig für den Klima- und Umweltschutz. Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept aus dem Jahre 2019 hat die Stadt diese Bemühungen nochmals unterstrichen. Teil des Konzepts ist auch die Bewerbung der Stadt um eine Zertifizierung als Fairtrade-Town.

 

Die Ratsmitglieder beschlossen nun, dass Wetter (Ruhr) an der Kampagne teilnimmt und die Auszeichnung als Fairtrade Town anstrebt. So sollen etwa fair gehandelte Produkten bei städtischen Veranstaltungen verwendet werden oder zum Beispiel fair gehandelter Blumenschmuck oder fair gehandelte Produkten in Präsentkörben.

 

Thema Kitabeiträge in Corona-Zeiten: Die Ratsmitglieder stimmten einstimmig dafür, die Elternbeiträge bis zum 31. März zu erlassen, sofern die vom Land und den kommunalen Spitzenverbänden für den Januar geschaffene Vereinbarung erhalten bleibt, Kitas und Schulen pandemiebedingt geschlossen bleiben

 

Ebenfalls einstimmig verabschiedet wurden die beiden Förderanträge für die umfangreichen Sanierungen des städtischen Hallenbades und der Turnhalle Brasberg. Mit beiden Maßnahmen will die Stadt die Sport- und Freizeitstätten fit für die Zukunft machen.

 

Auch das Straßen- und Wegebaukonzept wurde einstimmig angenommen. Ziel dieses Konzeptes ist es, Fördermittel zu beantragen, um beitragspflichtige Bürgerinnen und Bürger bei den Straßenausbaubeiträgen zu entlasten.

 

Ein weiterer Beschluss war am Dienstag die Benennung der Erschließungsstraße im Gewerbepark Schwelmer Straße mit dem Namen „An den drei Eichen.“