Sitzung in Wetter: RVR Kommunalrat und Chef der Staatskanzlei tauschen sich aus

Nathanael Liminski, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei, erläuterte den Mitgliedern des Kommunalrates der Metropole Ruhr bei ihrem jüngsten Treffen den Stand der Ruhr-Konferenz. Die elf Oberbürgermeister und vier Landräte aus dem Bereich des Regionalverbandes Ruhr sowie RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel tagten im historischen Sitzungssaal des Rathauses.

Der RVR-Kommunalrat tagte in Wetter

Ideen sammeln, Projekte im Rahmen von 20 Themenforen entwickeln sowie über Leitprojekte entscheiden und sie realisieren - diese drei Phasen sind für die Ruhrkonferenz vorgesehen. "Ihnen als Mitglieder des Kommunalrates sage ich eine regelmäßigen Austausch sowie das Einbinden in die Prozesse zu", so Liminski.

 

Bürgermeister Frank Hasenberg begrüßte die Gäste im historischen Sitzungssaal des Rathauses. Mit Blick auf das 200-jährige Jubiläum der Mechanischen Werkstätte, die der Industriepionier Friedrich Harkort in der Burgruine der Freiheit 1819 errichtete und aus der die Demag hervorging, lud er die Gäste auf ein Wiedersehen in Wetter zur Jubiläumswoche Ende Juni ein.

 

Um die Entwicklung der Metropole Ruhr weiter voranzutreiben, wollen die Oberbürgermeister und Landräte - unter ihnen auch Olaf Schade - die Ruhr-Konferenz der Landesregierung konstruktiv begleiten. Für Landrat Olaf Schade und Frank Baranowski, Vorsitzender des Vorsitzende des Kommunalrates und Gelsenkirchens Oberbürgermeister, stehen hier vor allen Lösungen rund um Altschulden und Soziallasten aber auch bei der Einwanderung aus Südosteuropa auf der to-do-Liste. "Nur wenn diese gefunden werden, gewinnen wir Spielräume für neue Projekte", formulierten die Hauptverwaltungsbeamten ihre Forderung an die Landesregierung. Liminski sicherte zu, die Themen bei der Ruhr-Konferenz zu berücksichtigen.

 

Der Chef der Staatskanzlei zog ein positives Fazit seines Abstechers in den Ennepe-Ruhr-Kreis: "Der Austausch war für mich sehr wertvoll. Der Zuspruch für unseren auf Beteiligung und Nachhaltigkeit angelegten Konferenz- Ansatz freut mich. Nur eine enge und dauerhaft angelegte Zusammenarbeit in Projekten bringt die Metropolregion Ruhr wirklich voran. Wir brauchen den Kommunalrat, die Oberbürgermeister und Landräte, in jeder Phase der Ruhr-Konferenz."

 

Weiteres Thema des Kommunalrates war das regionale Mobilitätsentwicklungskonzept für die Metropole Ruhr. Gernot Steinberg von der Planersocietät aus Dortmund stellte die vom RVR in Auftrag gegebene Stärken- und Schwächenanalyse vor. Auf dieser Faktenbasis werden jetzt Forderungen formuliert, mit denen Oberbürgermeister, Landräte und RVR-Direktorin in einen intensiven Dialog mit Bund, Land und VRR eintreten wollen.

 

Text: RVR