Stadt Wetter (Ruhr) prämiert artenreiche Gärten

Die Stadt Wetter (Ruhr) ruft in diesem Jahr erstmals einen Gartenwettbewerb aus, bei dem naturnahe private Gärten ausgezeichnet werden.

„Jetzt, wo der Frühling kommt und die Frostnächte verschwinden, werden vielerorts die Gärten auf Vordermann gebracht. Wir möchten daher alle Gartenfreund*innen motivieren, bei der Gestaltung auf Insektenfreundlichkeit, Artenreichtum und umweltfreundliche Bewirtschaftung zu achten“, so Klimaschutzmanager Niklas Kuhr, der damit auch gleich ein paar Kriterien aufzählt, die in die Bewertung einfließen. Diese übernimmt am Ende eine fachkundige Jury, zu der auch ein Vertreter des NABU gehört. Den Gewinnern winken attraktive Geldpreise. Tipps zum naturnahen gärtnern gibt zum Beispiel der NABU auf seiner Homepage. „Dazu gehören Lebensräume für Insekten und Vögel, die Entsiegelung von Flächen oder auch der Verzicht auf Torf“, so Kuhr.

„Bereits 2020 haben wir mit der Informationskampagne Grün statt Grau zum Beispiel über Flyer auf das leidige Thema der Schottergärten aufmerksam gemacht. „Dieser Wettbewerb soll nun den Gedanken aufgreifen und weiterführen“, äußert sich Birgit Gräfen-Loer, Fachbereichsleiterin Bauwesen. So plant die Stadt auch, die Umwandlung einstiger Schottergärten in grüne, artenfreundliche Gärten mit einem Sonderpreis auszuzeichnen. „Schotter- oder Steingärten gelten allgemeinhin als pflegeleichter als grüne Gärten. Das ist aber ein Irrtum. Noch dazu nehmen sie zum Beispiel Insekten den Lebensraum“, betont Niklas Kuhr.

Der Wettbewerb wird den gesamten Frühling und Sommer über andauern. Wer Spaß hat, jetzt aktiv zu werden und seinen Garten naturnah und insektenfreundlich zu gestalten, kann sich bei Klimaschutzmanager Niklas Kuhr unter Tel.: 02335 840206 (Mail: niklas.kuhr@stadt-wetter.de) informieren. Darüber hinaus gibt Niklas Kuhr auch gerne allgemeine Tipps rund um allgemeine Gärten.