Kindertagespflege: Bildungsordner hilft bei der Entwicklungsdokumentation

Eltern haben nach dem Kinderbildungsgesetz (Kibiz) den Anspruch, über die Entwicklung ihres Kindes informiert zu werden. Dazu gehören die Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung des Kindes. Dieser Anspruch gilt auch für Kinder in der Tagespflege. Der Fachdienst Jugend der Stadt Wetter (Ruhr) hat nun – in Zusammenarbeit mit den Kindertagespflegepersonen - eine entsprechende Arbeitshilfe vorgestellt: den Bildungsordner.

Sabrina Donner (re.) vom Fachdienst Jugend mit Susanne Auschner (Fachdienstleiterin Jugend) und Bürgermeister Frank Hasenberg

„Da es viele verschiedene Ansätze und Anforderungen an die Entwicklungsdokumentation gibt, haben wir uns bei der Stadt Wetter (Ruhr) auf ein einheitliches Verfahren verständigt, welches alle Erfordernisse des Kibiz und die Wünsche der Kindrtagespfllegepersonen in einer Arbeitshilfe bündelt“, so Sabrina Donner vom städtischen Fachdienst Jugend.

 

Jedes Kind bekommt beim Start in der Kindertagespflege einen eignen Ordner. Er hat einen festen Platz in der Einrichtung, so dass auch die Kinder immer Zugang zu den Ordnern haben. „Der Bildungsordner ist individuell und persönlich“, so Donner. „Es wird kontinuierlich und regelmäßig daran gearbeitet. Dazu gehören etwa eine sprachliche Entwicklungsdokumentation wie auch Fotos über  Arbeiten und Werke des Kindes.“ Allgemeine Elterninformationen und Vorlagen für die gemeinsamen Elterngespräche vervollständigen den Bildungsordner.

 

Und kreativ ist der Ordner noch dazu: Künstlerin Viktoria Plinke hat farbenprächtige Bilder aufs Papier gebracht. Als Vorlage nahm Plinke Themen und Assoziationen auf, die Kindertagespflegepersonen in Wetter (Ruhr) mit ihrer Art der Kindertagespflege verbinden. So zeugen die Bilder im Ordner nun von ausgelassener und fröhlicher Stimmung, von Individualität und Elternbegleitung, vom Lernen, von Sicherheit und sich geborgen fühlen bis  zu typischen Situationen aus der Kindertagespflege.

 

„Wir hoffen, dass sich der Bildungsordner im Laufe der Zeit gut etabliert.  Denn er erleichtert letztlich auch die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben“, so Susanne Auschner, Fachdienstleiterin Jugend bei der Stadt Wetter (Ruhr).