Volkstrauertag: Gedenkworte von Bürgermeister Frank Hasenberg

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

dieses Jahr ist aufgrund der Corona-Pandemie ein besonderes Jahr. Es hat unser Leben verändert und wird es auch noch eine längere Zeit prägen. Davon betroffen ist auch der Volkstrauertag – er kann an diesem Sonntag leider nicht, wie bei uns in Wetter (Ruhr) traditionell üblich – als zentrale Präsenzveranstaltung stattfinden.

 

Was aber bleibt ist, unser Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt.

 

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg und mit ihm das Menschheitsverbrechen des Holocaust. Rund 60 Millionen Tote stehen für diesen grausamen, brutalen und menschenverachtenden Bruch der Zivilisation.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

am heutigen Volkstrauertag halten wir inne und gedenken. Wir stehen in Trauer vor den Opfern von Krieg und Gewalt. Wir denken an die Soldaten, die zivilen Kriegsopfer, wir gedenken der Opfer von Massakern, Genoziden und terroristischen Attentaten.

 

Aus dem Blick zurück auf das Jahr 1945 und angesichts heutiger Kriege und Terrorattacken – wie zuletzt in Nizza und Wien – ist ein lautes „Nie wieder“ das Gebot der Stunde.

 

Am 27. Januar 1945, befreiten Soldaten der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz und retteten die letzten Überlebenden. Auschwitz ist für uns Deutsche, so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, „bleibende Verantwortung, den Anfängen zu wehren, auch in unserem Land.“

 

Diese Verantwortung geht uns alle an.

 

Was unsere Gesellschaft braucht, ist – gerade in diesen schwierigen Corona-Zeiten - weniger Konfrontation, weniger Hassreden, weniger Populismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit.

 

Stattdessen brauchen wir eine Kultur des Dialogs und des Aufeinander Zugehens, eine Wertschätzung des Gegenübers und insgesamt mehr menschliches und solidarisches Miteinander.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

wir haben es selbst in der Hand. Lassen sie uns gemeinsam Tag für Tag an einer friedlichen Gemeinschaft, an einem friedlichen Mitarbeiter arbeiten. Denn das ist eine Lehre des Volkstrauertages: Unser Lebensziel heißt Frieden. Eine Alternative dazu gibt es nicht.