Von einer neuen City bis zur Seeplatz-Gastronomie: Manfred Sell geht in den Verwaltungs-Ruhestand

Drei Jahrzehnte hat er die Entwicklung der Stadt Wetter mitgeprägt, nun freut er sich auf viel freie Zeit mit der Familie: Manfred Sell verabschiedet sich nach 31 Jahren bei der Stadtverwaltung in den Ruhestand. Im Januar 1988 begann er, nach Stationen als Technischer Zeichner, Architekt und einer Ausbildung zum gehobenen bautechnischen Dienst als Stadtbauoberinspektor bei der städtischen Verwaltung. Seit November 2001 leitete er den Fachbereich Bauwesen an der Wilhelmstraße, seit August 2005 war Manfred Sell allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.

Bürgermeister Frank Hasenberg mit Manfred Sell. Der Fachbereichsleiter Bauwesen geht nach 31 Jahren bei der Stadtverwaltung in den Ruhestand

„Manfred Sell hat mit seinem großen Fachverstand und viel Engagement die positive Entwicklung unserer Stadt in den letzten Jahren entscheidend mitgeprägt“, so Bürgermeister Frank Hasenberg und erinnert u.a. an die Neugestaltung der Innenstadt in Alt-Wetter mit den vielen Teilprojekten von der Umgestaltung des Bahnhofsgebäudes über das Ruhrtal Center bis zur Sanierung der Kaiserstraße inklusive des großen Kreisels. „Manfred Sell hat mit seiner Erfahrung, seinem Sachverstand und insbesondere mit seinem fairen und vertrauensvollen Umgang den Respekt seiner Kolleginnen und Kollegen erworben“, so Hasenberg weiter. „Ich bedanke mich für die stets sehr gute fachliche und persönliche Zusammenarbeit und wünsche Manfred Sell alles Gute für seinen wohlverdienten Ruhestand.“

 

Im Rückblick bedankt sich Sell vor allem bei seinen Kolleginnen und Kollegen in der Bauverwaltung. „Die einzelnen Projekte kann man nur im Team entwickeln und realisieren, diese Zusammenarbeit hat hier immer sehr gut geklappt.“ Als zugleich spannendstes und langwierigstes Projekt seiner Amtszeit in Wetter sieht er die Neugestaltung der City in Alt-Wetter: „Das war eine große Maßnahme mit mehreren Einzelprojekten und nicht nur ein intensiver Prozess, sondern auch eine große Herausforderung.“ Im Übrigen ein Projekt, das noch andauert, denn auch die Neugestaltungen des Stadtsaalumfeldes und der Freiheit zählen zu diesem Prozess.

 

Wesentlich waren für Sell auch die Umwandlung ehemaliger Industriebrachen in gut angenommene Gewerbegebiete – etwa im Schöntal nach dem Weggang von REME: „Das war für die Stadt von großer Bedeutung, denn Wetter lebt auch von seinen Arbeitsplätzen.“

Was das Gewerbegebiet Schwelmer Straße angeht, hofft er, „dass wir das jetzt zum Abschluss bringen können.“  Denn das sei ihm wichtig , so Sell. Ein Projekt sei für ihn nicht mit der Planung beendet, sondern erst dann, „wenn man etwas sehen kann.“

 

Sehen und genießen kann man seit einigen Jahren auch die Gastronomie am Harkortsee: „Das lag mir sehr am Herzen“, so Sell. „Das hat sehr zur Belebung des attraktiven Seeplatzes beigetragen und man sieht ja auch bei schönem Wetter, wie sehr das von den Menschen angenommen wird.“ Sehr gelungen sei auch der Wettbewerb zum Bau der Sekundarschule gewesen: „Das ist ein sehr schönes Gebäude geworden.“

 

Wobei zur Planung und Umsetzung von Bauprojekten unbedingt auch der Dialog mit den Bürgern gehört, etwa durch Infoveranstaltungen und Workshops, wie zuletzt beim Stadtsaalumfeld: „Sobald man mit den Menschen direkt spricht, ist das ein informativer, fairer und sachgerechter Austausch. Da wurde nie der gute Ton verlassen.“

 

Kurz vor Ostern ist nun aber Schluss mit den Projekten, dann genießt Manfred Sell die freie Zeit mit seiner Frau, seinen drei Kindern und zwei Enkelkindern, mit Spaziergängen am Harkortsee und mit der ein oder anderen längeren Motorradtour.