Von viel Natur, Museen, Gastronomie und einer Seilbahn: Bürgerwerkstatt formuliert Ideen zur Entwicklung des Wasserwerks

„Sie haben sehr viele interessante Ideen und neue Sichtweisen eingebracht. Herzlichen Dank für Ihr Engagement und Ihren Input, die ein breites Spektrum an Möglichkeiten dargelegt haben“ So beendete Bürgermeister Frank Hasenberg nach knapp zwei Stunden einen regen Ideenaustausch rund um die Planungen zur Zukunft des Wasserwerks Volmarstein.

Im Stadtsaal wude über die zukünftige Entwicklung des Wasserwerkes Volmarstein diskutiert

Das Wasserwerk Volmarstein ist eines der beiden Ruhrfenster-Projekte der Stadt Wetter (Ruhr) im Rahmen der IGA 2027-Bewerbung

Die Schautafeln zur IGA 2027-Bewerbung mit allen Ruhrfenster-Projekten des Städtenetzwerks Mittleres Ruhrtal sind ab dem 6. Oktober im Ladenlokal der Kaiserstraße 88 bis Ende Oktober zu sehen

Die Entwicklung des Wasserwerkes, das sich im Besitz des heimischen Energieversorgers AVU befindet, ist neben der historischen Freiheit in Alt-Wetter das zentrale Projekt im Rahmen der Entwicklungsstudie Flusslandschaft Mittleres Ruhrtal und der Bewerbung im Rahmen der IGA 2027.

Rund 30 Bürgerinnen und Bürger, die bereits vorab das Wasserwerk und die unmittelbare Umgebung der Ruhrauen besichtigt hatten, konnten nun am Mittwoch im Stadtsaal ihre Ideen, Anregungen und Kritik einbringen. Neben Vertretern der Stadt Wetter (Ruhr) waren auch – wie bei der Besichtigung – Experten der „Planergruppe Oberhausen“ und des Architekturbüros Böll aus Essen anwesend.

 

Nachdem die Experten erste Überlegungen und Skizzen ihrer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Wasserwerks und des umliegenden Areals vorgestellt hatten, konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen einbringen – frei nach der Frage: „Was machen Sie 2030 auf dem Gelände des Wasserwerks an einem freien Tag?“ Danach folgte ein moderierter Dialog zu den Themen Anbindung, Gebäudenutzung und Freiflächen/Gebäude/Ruhrinsel Umgebung.

Aus dieser Diskussion ergaben sich spannende Szenarien für eine mögliche Zukunftsnutzung des Wasserwerks, denn die Vorschläge reichten von Räumen für Museen, Lernwerkstätten für Schüler, Gastronomie/Cafés, kleiner Bühne für Veranstaltungen bis zu einem Sandstrand/Strandbar und Übernachtungsmöglichkeiten wie etwa der Umgebung angepasste Boutique-Hotels. Eine weitere Idee: Ein Festivalgelände für unterschiedliche Veranstaltungen.

 

Unter dem Motto „Das Gelände wieder für die Menschen offener und erlebbarer machen“ ging es vor allem um die Frage, wie man das Areal mit bestehenden und neuen Wegen für die Naherholung oder auch für die reine Naturerfahrung (Beobachtungsstation für Wildvögel, Naturerlebnispfad, Streuobstwiesen, Gemüseanbau, Aussichtsplattform) nutzbarer machen könne. Mit dem Wunsch nach möglichst viel Natur kombiniert war auch die vielfache Forderung, Autos soweit wie möglich aus diesem Bereich herauszuhalten. Was neue Zugangsmöglichkeiten betrifft, reichten die Ideen von neuen Fußgängerbrücken über die Attraktivierung der historischen Seilhängebrücke über eine Seil-Flussfähre und einen Rikscha-Shuttle bis zur Realisierung einer Seilbahn, die etwa von einer Station am See- oder Ringplatz aus über das Wasserwerk bis zur Burgruine in Volmarstein reichen könne.

 

Die Vorschläge werden nun vom Architekturbüro Boll und der Planergruppe Oberhausen in die Machbarkeitsstudie eingearbeitet, die im Dezember dieses Jahres oder im Januar 2021 vorgestellt werden soll.

 

Interessierte können weitere Ideen auch hier über die städtische Homepage mitteilen.

 

Baufachbereichsleiterin Birgit Gräfen-Loer: „Wir freuen uns über die zahlreichen Ideen aus der Bürgerschaft. Das war jetzt ein erster Planungsschritt. Welches Trägermodell für das Wasserwerk zukünftig in Frage kommt und inwieweit wir die Vorschläge finanzieren und damit umsetzen können, ist in diesem Stadium der Planungen noch nicht konkret zu benennen.“

 

Ab dem kommenden Dienstag, 6. Oktober, ist eine Ausstellung mit Schautafeln zur IGA 2027-Bewerbung des Städtenetzwerks Mittleres Ruhrtal im Ladenlokal an der Kaiserstraße 88 zu sehen. (bis 22. Oktober montags 10 bis 12 Uhr, dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr).