Zentrale Gedenkveranstaltung erinnert an Opfer von Krieg und Gewalt

Am Sonntag, 14. November 2021, fand auf dem Ehrenfriedhof im Park der Ruhe die diesjährige zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag statt

Zentrale Veranstaltung zum Volkstrauertag auf dem Ehrenfriedhof im Park der Ruhe

Besucher*innen sowie Mitwirkende hatten sich eingefunden, um gemeinsam der Opfer von Krieg und Gewalt in Würde zu gedenken und Anteil zu nehmen an ihrem Schicksal.

Bürgermeister Frank Hasenberg erinnerte in seiner Ansprache an die Bedeutung dieses Gedenktages und forderte die Zuhörenden dazu auf, „mit Blick auf die Opfer von Kriegstreiberei und falsch verstandenen Nationalismus ein lautstarkes „Nie wieder“ zu rufen sowie ein „Ich habe es nicht gewusst“ nicht zu akzeptieren. Bedrückend schilderte Hasenberg die Geschichte von sowjetischen Zwangsarbeitern in Wetter (Ruhr). 75 Kriegsgefangene und Internierte aus ganz Europa mussten hier ihr Leben lassen- unter katastrophalen Arbeits- und Lebensbedingungen. Auch Schüler*innen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums nahmen sich der Thematik an und trugen ihr selbsterarbeitetes Erinnerungsprojekt „(Un)vergessene Heldinnen und Helden“ vor.

Doch auch heute sind Hass und Gewalt nicht verschwunden. Im Gegenteil: Hass wird lauter, Hetze stärker und auch die Gewaltbereitschaft größer. Bürgermeister Hasenberg rief daher zur Zivilcourage auf. Nicht wegzuschauen oder gar gleichgültig zu sein und dem Bösen keinen Raum zu geben.

Das feierliche Rahmenprogramm mit Gebet und Kranzniederlegung wurde von folgenden Personen und Institutionen mitgestaltet: Pfarrer Karsten Malz von der Luthergemeinde Wetter (Ruhr), Reservistenkameradschaft Wetter (Ruhr), Schützenverein Volmarstein, Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes, Technischen Hilfswerk und der Freiwilligen Feuerwehr Wetter (Ruhr). Für die musikalische Untermalung sorgte traditionell Thorsten Mühlhoff mit seiner Trompete sowie ein Bläserquartett.

Auch an den anderen Gedenkstätten im Stadtgebiet wurden in Erinnerung an die Opfer Kränze niedergelegt.