Nahverkehrsplan: Ihre Anregungen sind gefragt!
Wie gut sind Orte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit Bus und Bahn erreichbar? Wo fehlen Verbindungen? Fahren Busse abends, am Wochenende oder in den Schulferien häufig genug? Sind Umstiege verlässlich, Haltestellen barrierefrei und Informationen zu Abfahrten und Verspätungen leicht zugänglich?
Antworten auf diese Fragen spielen eine wichtige Rolle, wenn der Ennepe-Ruhr-Kreis seinen Nahverkehrsplan fortschreibt. Der Plan legt schließlich fest, wie der öffentliche Personennahverkehr in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden soll. Dabei geht es um Linienführungen, Takte, Anschlüsse, Barrierefreiheit, Haltestellen, Fahrgastinformation und die Frage, wie Bus und Bahn für möglichst viele Menschen im Alltag eine attraktive und verlässliche Alternative zum Auto sein können.
„Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir insbesondere auch auf die Bürgerinnen und Bürger. Als Bus- und Bahnfahrende sind sie Experten für Einschätzungen darüber, wo es gut läuft und wo Verbesserungen nötig sind. Jede einzelne Rückmeldung kann uns helfen, den Öffentlichen Personennahverkehr im Ennepe-Ruhr-Kreis gezielt zu verbessern und zukunftsfähig zu gestalten“, lädt Landrat Jan-Christoph Schaberick Interessierte dazu ein, sich aktiv einzubringen.
Möglich ist dies zunächst in Wetter (Ruhr) und zwar am Montag, 8. Juni, von 17 bis 19 Uhr (Veranstaltungszentrum Rathaus 2, Kaiserstr. 70) . Darüber hinaus gibt es einen zweiten Termin am Donnerstag, 11. Juni, von 17 bis 19 Uhr im Schwelmer Kreishaus (Hauptstr. 92). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
„Jeder Hinweis ist wertvoll. Schließlich entsteht ein guter Nahverkehr nicht am Schreibtisch. Er muss zu den Wegen, Zeiten und Bedürfnissen der Menschen passen, die ihn nutzen oder künftig nutzen sollen“, hofft der Landrat auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Stichwort Nahverkehrsplan des Ennepe-Ruhr-Kreises
Der derzeitige Nahverkehrsplan stammt aus dem Jahr 2016. Die Fortschreibung hatte der Kreistag im Sommer 2024 mit der Einleitung des Aufstellungsverfahrens auf den Weg gebracht. Beschlossen werden soll der neue Nahverkehrsplan im kommenden Jahr. Aktuell gibt es im Ennepe-Ruhr-Kreis 116 Buslinien, 4 Bedarfslinien und 3 Straßenbahnlinien. Sie sind Jahr für Jahr knapp 10 Millionen Kilometer unterwegs und werden von der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr und der Bogestra sowie den Wuppertaler Stadtwerken, der Hagener Straßenbahn, dem Busverkehr Rheinland und der Ruhrbahn betrieben. Ebenfalls zum ÖPNV Angebot gehören die 12 Linien des Schienenpersonennahverkehr des VRR.
Text: EN-Kreis
