Aktionsplan "Menschengerechte Stadt Wetter (Ruhr)"

Mit dem Aktionsplan lassen wir in Wetter (Ruhr) eine Vision Wirklichkeit werden: die Vision einer menschengerechten Stadt Wetter.

Ein Jahr lang haben engagierte Bürgerinnen und Bürger mit viel Leidenschaft und Fachkompetenz zahlreiche Ideen geliefert und Ziele formuliert, die Antworten auf die Frage geben: "Wie kann Wetter noch lebenswerter werden?". Die Ergebnisse dieser Bemühungen liegen nun vor: Der Aktionsplan beschreibt Maßnahmen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Wetter.

Insgesamt stehen 109 dieser Maßnahmen im Plan. Sie reichen von Barrierefreiheit in öffentlichen Einrichtungen über einen sportlichen Brückenlauf und ein integratives Theaterprojekt bis zur Förderung inklusiver Bildung und Fortbildung. Nach und nach werden die einzelnen Maßnahmen umgesetzt.

Hintergrund
Ab Sommer 2010 tagte in Wetter in regelmäßigen Abständen ein Runder Tisch als gemeinsame Veranstaltung der Evangelischen Stiftung Volmarstein, des Frauenheims Wengern, des Behindertenbeirates und der Stadt Wetter. Hier überlegten sich rund 50 Bürger in diversen Arbeitsgruppen - sogenannte Fachforen-, wie man bauliche Barrieren oder solche, die in den Köpfen bestehen, überwinden kann. In seiner letzten Sitzung empfahl der Runde Tisch die Erstellung eines Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.


Kontakt
Axel Fiedler
Tel. 02335 840347
E-Mail: axel.fiedler(at)stadt-wetter.de

Zwischenberichte der Fachforen zum Aktionsplan

Auf Wunsch können auch weitere Protokolle der einzelnen Fachforen zugesendet werden. 

Erklärung des Aktionsplans in Leichter Sprache

Kampagne “Wir sind dabei:" Mehr Menschen mit Behinderungen beschäftigen

Unter diesem Motto lobt das Aktionsplan-Fachforum "Arbeit und Berufsausbildung" einen Anerkennungspreis aus, der an Unternehmen, Dienstleister oder Behörden verliehen wird, die beispielhafte Projekte und Aktionen zur Einstellung und Ausbildung von Menschen mit Behinderung oder zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit durchgeführt bzw. begonnen haben. Diese Kampagne soll für das Thema sensibilisieren und die Akzeptanz für Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen in Unternehmen erhöhen.

 

Unternehmen können sich selbst, aber auch andere Unternehmen vorschlagen. Natürlich können auch Bürgerinnen und Bürger, die von entsprechenden Projekten gehört haben, diese Firmen für die Anerkennung nominieren. Die auszeichnungswürdigen Maßnahmen müssen im Zeitraum von Januar 2014 bis Dezember 2016 liegen. Ausgenommen von einer möglichen Bewerbung sind Integrationsfirmen, gemeinnützige GmbHs und Vereine.

 

Bewerbungen sind ab sofort möglich und sollten bis Ende August bei der Stadt Wetter (Ruhr) eingehen.

 

Das Bewerbungsformular kann hier heruntergeladen werden.

 

Die Bewerbungsunterlagen schicken Interessierte dann an

 

Stadt Wetter (Ruhr)
Margot Wiese
Bornstraße 2
58300 Wetter (Ruhr)

 

oder an

 

Stadt Wetter (Ruhr)
Jens Holsteg
Kaiserstraße 170
58300 Wetter (Ruhr)

Stadt Wetter (Ruhr) prämiert seniorengerechte, barrierearme Geschäfte

Auszeichnung

 

Lange selbstbestimmt leben ist der Wunsch aller. Dazu gehört auch, dass ein älterer Mensch, der nicht mehr gut zu Fuß ist, oder ein Mensch mit Behinderung sich selbst die Dinge zum täglichen Leben besorgen kann. Die Geschäfte müssen also seniorengerecht und barrierearm sein. Die Stadt Wetter (Ruhr) hat eine Kampagne gestartet, mit der sie Geschäfte auszeichnet, die sich um ein seniorengerechtes und barrierefreies Einkaufserlebnis bemühen.

 

Entstanden ist dieses Projekt im Rahmen des Aktionsplanes "Menschengerechte Stadt Wetter (Ruhr)". Die Konkretisierung erfolgte durch die Arbeitsgruppe "Barrieren für ältere Menschen", die aus Mitgliedern von Seniorenbeirat und Beirat für Menschen mit Behinderungen sowie verschiedenen Akteuren vor Ort besteht. Diese Gruppe hat Begehungen vorgenommen und Geschäfte auf Herz und Nieren geprüft.

 

Die Kriterien für seniorengerechte barrierearme Geschäfte:

 

  • Barrierefreiheit im Eingangsbereich
  • Helle Beleuchtung
  • Sitzgelegenheiten
  • Übersichtliches Warenangebot
  • Gut lesbare Preisschilder
  • Behindertenparkplatz vorhanden
  • Kundentoiletten
  • Kundenservice
  • Freundliches, hilfsbereites und erfahrenes Personal
  • Gute Erreichbarkeit der Waren - auch für RollstuhlfahrerInnen
  • Barrierefreie Kassen

Die drei fett markierten Kriterien müssen für eine eventuelle Prämierung auf jeden Fall erfüllt sein

 

Insgesamt zehn Geschäfte und das Ruhrtal Center erfüllen die Kriterien. Bürgermeister Frank Hasenberg und Axel Fiedler, Senioren- und Behindertenbeauftragter der Stadt Wetter (Ruhr), überreichten in einer kleinen Feierstunde im Rathaus die Urkunden. Zusätzlich zur Urkunde gab es einen Aufkleber, der -am besten im Schaufenster platziert- zum einen direkt auf das seniorengerechte und barrierearme Geschäftsinnere hinweisen und zum anderen Nachahmer animieren soll, sich ebenfalls zu bewerben.

 

Die ausgezeichneten Geschäfte:

 

Kolping-Store, Rewe, Optik Kerssen, Athen Grill, Blumenhaus Brose, Elektro Michael Schmidt, Friseur Nazar, Hörgeräte Steneberg, Sanitätshaus Schulz und Sicherheitstechnik Schleyer. Etwas außer Konkurrenz wurde auch das Ruhrtal Center prämiert, welches als besonders barrierearm gelobt wurde.

 

Die Stadt und die Mitglieder der Arbeitsgruppe freuen sich auf weitere Bewerber. Interessierte können sich wenden an:

 

Axel Fiedler
Tel. 02335 840347
E-Mail:axel.fiedler@stadt-wetter.de

Die Fachforen

Bewusstseinsbildung und Kommunikation

Bild: treenabeena/fotolia.com

Im UN-Vertrag steht:

Menschen mit Behinderung bekommen alle wichtigen Informationen. Die Informationen müssen so sein, dass Menschen mit Behinderung die Informationen verstehen können. Besonders bei Ämtern und Behörden.

Menschen mit Behinderung sollen anerkannt werden. Menschen sollen besser über Menschen mit Behinderung denken. Zeitungen, das Fernsehen und das Radio sollen Menschen mit Behinderung gut darstellen.

Öffentlicher Raum

Bild: Querschnitt / www.pixelio.de

Im UN-Vertrag steht:

Alles soll so sein, dass Menschen mit Behinderung alles gut benutzen können.

Zum Beispiel: Gebäude, Straßen, Busse und Züge.

Bild: Querschnitt / www.pixelio.de

Bildung

Bild: Gerd Altmann / www.pixelio.de

 

Im UN-Vertrag steht:

Menschen mit Behinderung haben das Recht auf Bildung. Jeder soll etwas lernen können.Jeder Mensch mit Behinderung hat das Recht, mit anderen Menschen zusammen zu lernen. Behinderte und nicht behinderte Kinder sollen zusammen in eine Schule gehen.

Bild: Gerd Altmann / www.pixelio.de

Kultur, Freizeit, Sport

Bild: Gerd Altmann / www.pixelio.de

 

Im UN-Vertrag steht:

Jeder Mensch mit Behinderung soll auch in seiner Freizeit überall dabei sein können.

Bild: Gerd Altmann / www.pixelio.de

 

 

Arbeit und Berufsausbildung

Bild: Dieter Schütz / www.pixelio.de

 

Im UN-Vertrag steht:

Menschen mit Behinderung sollen dort arbeiten, wo alle anderen Menschen auch arbeiten.

Bild: Dieter Schütz / www.pixelio.de

 

 

Bauen und Wohnen

Bild: Rainer Sturm / www.pixelio.de

Im UN-Vertrag steht:

Menschen mit Behinderung haben das Recht dort zu leben, wo andere Menschen auch wohnen.

Bild: Rainer Sturm / www.pixelio.de