Nahverkehrsplan: Mehr als 2.500 Beiträge und Bewertungen

Wo fährt der Bus zu selten? Wo fehlt abends eine Verbindung? Welche Haltestelle ist schlecht erreichbar, schlecht ausgestattet oder nicht barrierefrei? Und wo braucht es bessere Anschlüsse, mehr Verlässlichkeit oder neue Angebote? Seit gut einem Monat können Bürgerinnen und Bürger des Ennepe-Ruhr-Kreises ihre Erfahrungen, Hinweise und Wünsche zum Nahverkehr einbringen. Die Resonanz zeigt: Die Fragen rund um Bus und Bahn bewegen viele Menschen in den neun kreisangehörigen Städten.

Für die Fortschreibung des Nahverkehrsplans hatte die Kreisverwaltung einen digitalen Ideenmelder gestartet. Aktuell sind dort 671 Beiträge, 330 Kommentare und 1.527 positive Bewertungen eingegangen.

„Die vielen Rückmeldungen liefern uns zum einen wichtige Hinweise, um den Nahverkehr weiterzuentwickeln und ihn möglichst gut an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten. Zum anderen zeigen sie, wie sehr die Menschen an einem attraktiven, verlässlichen und alltagstauglichen Nahverkehr interessiert sind“, macht Jürgen Tannenfels, ÖPNV Koordinator im Schwelmer Kreishaus, deutlich.

Die Auswertung der ersten 550 Beiträge zeigt ein breites Bild. Besonders häufig geht es um Linienführungen, Fahrzeiten, Taktungen sowie die Qualität und Ausstattung von Haltestellen. Bürgerinnen und Bürger wünschen sich unter anderem bessere Angebote in den Abendstunden und an Wochenenden, verlässlichere Anschlüsse zwischen Bus und Bahn, eine stärkere Anbindung ländlicher Ortsteile und der Außenbereiche sowie zusätzliche Nachtverbindungen und On-Demand-Angebote.

Auch barrierefreie Haltestellen, bessere Wartebereiche, digitale Fahrgastinformationen mit Echtzeitdaten, übersichtlichere Beschilderungen und mehr Komfort durch klimatisierte Fahrzeuge spielen in vielen Beiträgen eine Rolle. Die Grundlage bilden die Alltagserfahrungen der Nutzer, es geht um ihre Wege zur Arbeit, zur Schule, zum Krankenhaus, zum Einkaufen oder zu Freizeitangeboten.

Die Teilnehmenden kommen aus verschiedenen Altersgruppen. Besonders stark vertreten sind bislang die 35- bis 44-Jährigen sowie die 55- bis 64-Jährigen. Bei den angegebenen Wohnorten liegen Sprockhövel mit 75 Beiträgen, Hattingen mit 65 Beiträgen und Witten mit 59 Beiträgen vorne. Aus Wetter liegen 19 Beiträge vor, aus Gevelsberg 16, aus Ennepetal 13, aus Schwelm 12, aus Breckerfeld 6 und aus Herdecke 3.

„Die Zwischenbilanz zu den Online-Rückmeldungen ist sehr positiv. Aber natürlich ist jeder weitere Hinweis ebenso so willkommen wie hilfreich. Dies gilt insbesondere für die Städte und Ortsteile, die bislang noch weniger vertreten sind, sowie für Pendler, die aus Nachbarstädten wie Dortmund, Bochum, Hagen, Wuppertal oder Remscheid in den Kreis kommen“, so Tannenfels.

Freigeschaltet ist die Online-Beteiligung bis Sonntag, 26. Juli, erreichbar.

Text: EN-Kreis

Ähnliche Beiträge