Heimatverein dreht Film über Harkort: Wenn Friedrich aus seinem Leben erzählt…

„Hier wo ich sitze, habe ich wie ein amerikanischer Hinterwäldler selbst die Eichen gerodet, um Platz für ein kleines Haus zu schaffen und dann diese Linden mit eigener Hand gepflanzt.“ Mit diesen Worten beschreibt ein heimischer Industriepionier seinen Alterssitz in Hombruch. Die Rede ist von Friedrich Harkort.

Der Heimatverein Wetter (Ruhr) hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leben und Wirken des Industriepioniers in einem neuen, rund 20-minütigen Filmporträt nachzuerzählen. Der Titel: „Die Friedrich Harkort Story“. Gedreht wurde von Juli 2026 an – Ziel ist es, das Werk im Rahmen der IGA 2027 öffentlich aufzuführen (vielleicht in der Ref. Kirche in der Freiheit?). Natürlich werden auch einzelne Ausschnitte des Films auf der Homepage des Heimatvereins zu sehen sein.

Filmdreh in der Freiheit in Alt-Wetter

Da die Freiheit mit der Burgruine in Alt-Wetter ein prominenter Ort im Rahmen der IGA 2027 ist und Friedrich Harkort dieses Areal mit seiner Mechanischen Werkstätte tief geprägt hat, wollten wir diesem Industriepionier ein filmisches Denkmal setzen“ erzählen Bernd Emde, Thorsten Schmitz und Uli Reiche vom Heimatverein. Und Emde, Regisseur und Autor des Drehbuches ergänzt: „Wetter wird ja auch die Harkortstadt genannt. Deshalb wollen wir darüber informieren, warum Harkort Wetter so geprägt hat. Jüngere Leute wissen heute vielfach gar nicht mehr, wer Friedrich Harkort eigentlich war.“

Der Clou des Films: Wer könnte besser über das Leben eines Industriepioniers berichten als Friedrich Harkort selbst? Also verwandelt sich Hans Stratmann, ebenfalls im Heimatverein aktiv, dank entsprechender historischer Kleidung und Perücke in den alten Friedrich Harkort, der an verschiedenen Stationen über sein Leben und seine Ideen spricht.

Ergänzt werden seine Beiträge durch Moderationstexte, die noch tiefer in das Wirken Harkorts einsteigen. Gefilmt wurde u.a. vor dem Gut Harkorten, An der Kohlenbahn, vor dem Privatfriedhof bei Gut Schede und selbstverständlich in der Freiheit.

Hans Stratmann als Friedrich Harkort vor dem Gut Harkorten

Während des anekdotenreichen Films erfährt man nicht nur viel über sein Wirken in Wetter, sondern auch über Harkorts Lehrjahre in Wuppertal, seine Besuche in England, seine Schiffsbauten und Eisenbahn-Pläne sowie sein politisches Engagement und seinen Kampf gegen Kinderarbeit. Auch Privates wird mitgeteilt, aber sein berufliches Wirken hat Vorrang: So sieht man, wie Harkort auf die Unternehmensgründung seiner Werkstätte zurückblickt, die er gemeinsam mit Johann Heinrich Daniel Kamp ab 1819 in der Freiheit unterhielt: „Während meiner Hochzeitsfeierlichkeiten unterzeichneten Heinrich und ich auch den Gesellschaftsvertrag über die Gründung der „Mechanischen Werkstätte Harkort und Co.“

Bernd Emde (li.) und Uli Reiche mit dem Drehbuch der „Harkort-Story“ vor dem Modell der Freiheit im Rathaus

Wer sich für den Film über Leben und Wirken von Friedrich Harkort interessiert, oder gern mehr über die Historie der Harkortstadt erfahren will, kann sich melden beim Heimatverein an der Hegestraße 12 (Öffnungszeiten dienstags 17-19 Uhr, Tel.: 02335 8496519, Mail: kontakt@heimatverein-wetter.de, Homepage: heimatverein-wetter.de

Und dies noch als kleiner Tipp: Am Seefest-Sonntag wird Hans Stratmann als Friedrich Harkort über das Seefest-Areal flanieren und am Stand des Heimatvereins können sich Neugierige gerne rund um den Filmdreh der Harkort-Story informieren…

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